Sibirische Tundra

Forscher wollen Mammuts wiederbeleben – für den Klimaschutz

Mammuts gelten seit über 4000 Jahren Mammuts als ausgestorben, dennoch planen Wissenschaftler ihre Wiederbesiedlung – das soll beim Klimaschutz helfen.

Dallas/Boston, USA – Am Montag, den 13. September 2021, bestimmte ein neu gegründetes Unternehmen die Schlagzeilen unter Wissenschaftlern. Dass es sich bei der Firma „Colossal“ keineswegs, um ein gewöhnliches Unternehmen handelt, ist schnell ersichtlich. Der maßgebliche Kerngedanke hinter der Gründung weist zunächst auf eine globale Problematik hin, die die medialen Debatten auch in Deutschland auf Trab halten: Der Klimaschutz – dazu möchte das biowissenschaftliche Unternehmen einen Teil leisten.

Tier:Mammut
Zeitliches Auftreten:vor 5,7 Mio. Jahren bis etwa 4.000 Jahren
Fundorte:Nordamerika, Europa, Asien und Afrika
Systematik: Rüsseltiere

Strategien aus der Politik zur Bekämpfung des Klimawandels gibt es viele. Besonders Politiker der Grünen, rund um Baerbock, die im Wahlkampf zuletzt von Punker Bela B unterstützt wurde*, machen sich stark für verstärkte Maßnahmen des Klimaschutzes. Konkret zu nennen ist in diesem Zusammenhang etwa Annalena Baerbocks Forderung nach einem höheren Benzinpreis* oder das Tempolimit auf deutschen Autobahnen*, das jetzt auch in Kanzlerkandidat Olaf Scholz einen weiteren prominenten Unterstützer findet. Doch auch die CDU möchte in Form der Bremer Politikerin Wiebke Winter Punkte in der Klimaschutz-Debatte sammeln*.

Wissenschaftler wollen Mammuts wieder beleben: Sie sollen in der sibirischen Tundra angesiedelt werden

Das Unternehmen „Colossal“ hingegen setzt auf andere Mittel, um den Klimawandel zu stoppen – fernab aller bisher bestehenden Vorschläge. Vielmehr gerät eine seit Tausenden von Jahren ausgestorbene Tierart in den Fokus ihrer Untersuchung. Erst vor wenigen Monaten erweckten Forscher eine 24.000 Jahre alte Spezies zu neuem Leben, nun wollen Wissenschaftler von „Colossal“ mittels modernster Gentechnik Mammuts wiederbeleben.

Wie die „New York Times“ berichte, haben die Wissenschaftler bereits ein passenden Ort für die wolligen Tiere der Eiszeit gefunden: die sibirische Tundra in Russland. Bereits seit acht Jahren sucht Dr. George Church, Biologe an der Havard Medical School, Wege, Mammuts reanimieren zu können.

Dass sich dem Vorhaben nun ein großes Unternehmen annimmt, „ist ein wichtiger Meilenstein für uns“, sagte Church gegenüber der amerikanischen Zeitung. Er gehört zu den Unterstützern, die das ambitionierte Projekt begleiten. In Boston und Dallas stehen nun erste Experimente an. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen den Forschern rund 15 Millionen US-Dollar als Starthilfe zur Verfügung stehen.

Elefant-Mammut-Hybrid: Unternehmen will Mammut mit asiatischen Elefanten paaren

Das Vorgehen steht bereits fest. Mithilfe der Erbinformation von Elefanten soll das riesige Tier aus der Vorzeit erneut zu Leben erweckt werden. Dass ausgerechnet Elefanten ausgewählt werden, kommt nicht von ungefähr. So teilt sich der Elefant eine gattungsgeschichtliche Verknüpfung mit dem Mammut.

Rückkehr der Mammuts: Forscher wollen Eiszeit-Riesen für Klimaschutz reanimieren. (Symbolbild)

Gut erhaltende Genome, geschöpft aus aufgefundenen Mammut-Fossilien, enthalten wichtige Merkmale für die ambitionierte Wiederbelebung. Die wichtigen Details wie das dichte Haar oder die dicke Fettschicht des mächtigen Tieres könnten so reanimiert werden. Im nächsten Schritt sollen dann die Erbinformationen in das Erbgut vom Aussterben bedrohter asiatischer Elefanten eingeschleust werden. Genau genommen entstehen bei dem Experiment also Hybride aus Elefant und Mammut.

Für den Klimaschutz: Mammuts sollen sibirische Böden abkühlen

Den Anstoß zur Mammut-Wiederbelebung brachte die Sorge, um den fortwährenden Klimawandel, der in der Politik unlängst zum Koalitions-Streit führte*. Die Ansiedlung der Mammut-Klone soll sich einer ganz besonderen Herausforderung, vor der das Ökosystem gestellt wird, entgegenstellen: dem Auftauen der Permafrostböden. Wie Geophysiker Sergej Simow erklärte, soll die Reanimierung der Eiszeit-Riesen zur Senkung der Temperatur in der Tundra beitragen. Die Mammuts würden demnach die vom Boden aufgenommene Wärme verringern.

Die Permafrostböden in Sibirien stellen seit längerem ein großes Problem für das Ökosystem dar. Nicht einmal ein dreimaliges Abbrennen aller Wälder auf der Erde könne eine solche Kohlenstoff-Menge produzieren, wie sie laut dem russischen Wissenschaftler im Boden eingeschlossen sei. „Colossal“ spricht von einer Summe von 1.600 Milliarden metrischen Tonnen Kohlenstoff, die sich in den sibirischen Böden verbergen.

„Noch nie zuvor war es der Menschheit möglich, die Kraft dieser Technologie zu nutzen, um Ökosysteme wieder aufzubauen, unsere Erde zu heilen und ihre Zukunft durch die Wiederbelebung ausgestorbener Tiere zu sichern“, ist sich „Colossal“-CEO Ben Lamm bereits jetzt sicher. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/ZDF/Holger Neuhäuser

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