Energie für immer ohne Umweltschaden

Forscher mit Durchbruch bei Kernfusion: Wind und Solar bald überflüssig?

Kernfusion soll es ermöglichen: unendliche Energie, ohne der Umwelt zu schaden. US-Forschern gelang es nun, mehr Energie zu erzeugen, als das Verfahren benötigt.

Cambridge, USA – Die Erde erhitzt weiter und weiter. Die Intensivierung der emissionsfreien Energiequellen – das von vielen Menschen geforderte Ziel. Bislang stehen dem Planeten emissionsfreie Energien, geniert aus der Wind- und Solarkraft, zur Verfügung. So etwa auch in Niedersachsen, deren Ausbau die Grünen-Kandidaten Kopatz und Kindler unlängst zu ihren Parteizielen* gemacht haben. Darüber hinaus gibt es noch Geothermie und Wasserkraft. Doch gelingt die Energiewende schon bald mit einer anderen Quelle? Unendliche Energie, ohne der Umwelt zu schädigen – die Kernfusion macht große Versprechungen. Das steckt hinter der neuen Ressource.

Personenvereinigung:Commonwealth Fusion Systems
Gründung:2018
Hauptstandort:Cambridge, Massachusetts, Vereinigte Staaten
Anzahl der Beschäftigten:100 (2020)

Kernfusion schafft Bedingungen wie auf der Sonne: Wissenschaft macht großen Schritt

Im sogenannten Tokamak-Reaktor herrschen Bedingungen wie auf der Sonne. Der Reaktor ist ein wichtiger Bestandteil der Kernfusion. Auch wenn Windstrom und Wasserstoff in Niedersachsen bereits für eine Verringerung der Co2-Bilanz bei der Stahlproduktion* sorgten, könnte die Kernfusion die bisherigen emissionsfreien Quellen bald ablösen. Damit das ambitionierte Ziel erreicht werden kann, bedarf es der Funktionstüchtigkeit einer komplexen Technik. Wie stern.de berichtet, muss einen Plasmaring einer Kernfusion unterzogen werden. Für die hohen Temperaturen und Drücke sind Elektro-Magneten zuständig.

Das große Problem, das das aufwendige Projekt immer wieder zurückwerfen sollte: Der Reaktor darf nicht mehr Strom verbrauchen, als beim Prozess der Fusion entsteht. Ein Zustand, der lange Zeit unvermeidlich schien. Doch den Forscher-Teams von Commonwealth Fusion System (GFS) und dem Plasma Science and Fusion Center (PSFC) gelang ein wahrer Durchbruch: Der essenzielle Elektro-Magnet ist nun stark genug, dass er gleichermaßen das Plasma bändigen und auch „Nettoenergie“ erzeugen kann.

Wissenschaft feiert Kernfusions-Fortschritt: „Das ist kein Hype, das ist Realität“

„Das ist eine große Sache“, sagte Andrew Holland gegenüber dem TV-Sender „CNBC“. Der Vorstandsvorsitzende der Fusion Industry Association ist von der neuen Art der Stromerzeugung überzeugt. Eine Stromerzeugung, die vollends auf Nachhaltigkeit setzen soll: „Das ist kein Hype, das ist Realität. Mit den Fortschritten in der gesamten Fusionsindustrie sehen wir, wie eine neue, saubere, nachhaltige und immer verfügbare Energiequelle entsteht“.

Der Verwendung der sogenannten Hochtemperatur-Supraleitern zum Dank kommen die Wissenschaftler der neuen Energiequelle einen wichtigen Schritt näher. Während die hohen Temperaturen der Fusion aufrechterhalten werden konnten, gelang es mithilfe der Materialien den Stromwiderstand auf null zu senken. Für Holland und Co. eine ganz besonderer Fortschritt. Nach Berichten von stern.de, zeigten Untersuchungen bereits, dass der Magnet annäherungsweise nur ein Siebtel des alten Modells verbraucht. Während die Prozesse der Kernfusionsreaktion zuvor die erzeugte Energie gänzlich in Anspruch genommen hatten, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis die von Holland skizzierten Fortschritte sichtbar werden.

Wissenschaftler setzen in Tokamak-Fusionsreaktoren große Hoffnungen. (Symbolbild)

Wann wird es von Kernfusion erzeugten Strom geben?

Löst die Kernfusion, deren Vorteile Stephen Hawking bereits im Zuge einer Vorhersage über E-Autos* kundgetan hatte, also schon bald Wind- und Solarkraft ab? Trotz aller Erfolge könnte noch eine Menge Zeit ins Land gehen, bis der erzeugte Strom, generiert durch die Kernfusion, verwendet werden kann. Das große Problem: Der „Sonnen-Reaktor“ existiert noch gar nicht.

Ob die Möglichkeit einer Kernfusion in der Energiewende also Anklang findet, ist aktuell noch ungewiss. Medienberichten zufolge ist das Unterfangen jedenfalls keineswegs frei von Kritik: Bereits jetzt reifen die Befürchtungen, dass der erzeugte Strom unbezahlbar werden könnte. *kreiszeitung.de und bw24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Clement Mahoudeau/dpa/AFP

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