Kurzstreckenflüge ohne CO2

Forscher entwickeln Wasserstoff-Flugzeug: 800 Kilometer Reichweite

Ein rein durch Wasserstoff betriebenes Flugzeug entwickelt aktuell die ALASKA Airline. Die Kurzstreckenflieger sollen 800 Kilometer zurücklegen können.

Washington – Nach mehr als anderthalb Jahren Corona-Pandemie* ist es endlich wieder möglich, Urlaubsziele außerhalb von Deutschland anzusteuern – am angenehmsten und schnellsten geht das mit dem Flugzeug. Doch angesichts des Klimawandels entwickelt sich das Flugzeug immer mehr zu einem umstrittenen Fortbewegungsmittel. Alaska Airlines und das Unternehmen ZeroAvia könnten dafür eine Lösung gefunden haben: Mit der Entwicklung eines rein durch Wasserstoff betriebenen Flugzeugs.

Fluggesellschaft:Alaska Airlines
Hauptsitz:SeaTac, Washington, Vereinigte Staaten
Allianz:Oneworld Alliance
CEO:Ben Minicucci (März 2021–)

Neues Flugzeug fliegt nur mit Wasserstoff: Bis 800 km Reichweite – ohne Kerosin und CO2-neutral

Die Fluglinie Alaska Airlines gehört zu der Alaska Air-Gruppe und entwickelt gemeinsam mit dem Flugzeughersteller ZeroAvia momentan ein Wasserstoff-elektrisches Triebwerk für Flugzeuge. Diese E-Motoren sollen laut „efahrer.de“ zwischen 2000 und 5000 Kilowatt Leistung erbringen und eine Reichweite von über 800 Kilometern ermöglichen. Das entspricht in etwa der Luftlinien-Entfernung von Hamburg nach Wien. Sollte sich die Entwicklung solcher Flugzeuge fortsetzen, müsste auch von der Leyen nicht mehr als Klima-Heuchlerin bezeichnet werden, die 50 Kilometer im Privatjet* zurücklegte.

Als ersten Versuch planen die Unternehmen, das moderne Antriebssystem in einem standardmäßigen Kurzstreckenflugzeug „De Havilland Q400“ zu verbauen. Dieses hat Kapazität für 76 Passagiere. Sollte der Versuch gelingen, zeigt sich Alaska Airlines „efahrer.de“ zufolge bereit, weitere 50 Antriebe zu kaufen, um damit ihre Regionalflugzeuge auf Wasserstoffantrieb umzubauen. Inzwischen sind einige Luftfahrtunternehmen auf der Suche nach klimafreundlichen Varianten zum klassischen Flugverkehr: Der Flugzeughersteller Airbus ließ gerade ein Testflugzeug ausschließlich mit altem Speiseöl fliegen.

Wir glauben, dass in Zukunft fast alle Flugzeuge wasserstoffelektrisch angetrieben werden.

CEO von ZeroAvia zu mit Wasserstoff betriebenen Flugzeugen

Mit Wasserstoff-Flugzeugen möchte Alaska-Air-Gruppe bis 2040 CO2-neutral werden

Das Antriebssystem des neuen E-Motors basiert auf Brennstoffzellen, der dazugehörige Wasserstoff wird in Tanks in den Flügeln der Maschine mitgeführt. Im Gegensatz zu der Verbrennung von Wasserstoff unter hoher Hitzeentwicklung, ist die Erzeugung elektrischen Stroms bei einer Brennstoffzelle auch unter wesentlich niedrigerem Temperatureinfluss möglich.

CO₂-neutral: Ein Kurzstreckenflugzeug von Alaska Air und ZeroAvia soll mit Wasserstoff fliegen. (Kreiszeitung.de-Montage)

Der aus der Brennstoffzelle gewonnene Strom wird anschließend direkt zu den E-Motoren mit Propellern weitergeleitet. Aber die saubere Umwandlung von Wasserstoff in Energie, bei dem nur Wasserdampf entsteht, ist nicht der einzige Aspekt, mit dem ZeroAvia punkten will. Auch die Erzeugung des Wasserstoffs soll aus erneuerbaren Energien hervorgehen.

Durch Windkraft oder Solarenergie erzeugter Strom soll anhand des Elektrolyseprozesses nur mit Wasser den benötigten Wasserstoff erzeugen. Die Alaska Air-Gruppe möchte auf diesem Weg bis 2040 eine CO2-neutrale Fluglinie werden. Ebenfalls eine neue Entdeckung im Himmel ist offenbar ein UFO, das Navy-Piloten gesichtet haben wollen – was der NASA-Chef sogar glaubt*.

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Fliegen mit Wasserstoff: Alaska Airlines in Zusammenarbeit mit Flugzeughersteller ZeroAvia

ZeroAvia gilt als Experte für die Entwicklung und den Bau von Wasserstoff-elektrischen Antrieben im Luftfahrtbereich. Neben Alaska Airlines zählen bereits Bill Gates‘ „Breakthrough Energy Ventures“ und der „Amazon Climate Pledge Fund“ zu Investoren des britisch-amerikanischen Entwickler-Unternehmens.

Der CEO von ZeroAvia äußerte laut „Energyload“, dass man bei ZeroAvia an die Zukunft des H2-Antriebs glaube: „Wir glauben, dass in Zukunft fast alle Flugzeuge wasserstoffelektrisch angetrieben werden. Das ist die praktikabelste und skalierbarste Methode, um CO2 zu eliminieren und andere schädliche Emissionen in der Luftfahrt zu reduzieren.“ Aus diesen Gründen gilt Wasserstoff nämlich als Benzin der Zukunft*.

Ein deutsches Unternehmen revolutioniert momentan Wasserstoffmotoren für Autos – könnte das bald den Abschied von Elektroautos bedeuten? Brandgefährliche Elektrobusse werden bereits aus dem Verkehr gezogen und bei Elektroautos laufen Förderungen für Ladestationen und Umweltprämien aus. Ist das der Grund, warum es weit und breit keine Lademöglichkeiten für E-Autos zu geben scheint? Vielleicht ist die Zukunft also tatsächlich Wasserstoff. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © K.C. Alfred/dpa/Alexander Limbach/imago

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