Derzeit 2600 von 6000 Erstaufnahme-Plätzen belegt

Zahl ankommender Flüchtlinge seit einem Jahr konstant

Hannover - Vor eineinhalb Jahren kamen monatlich bis zu 20.000 neue Flüchtlinge nach Niedersachsen. Die hohen Zugangszahlen sind inzwischen Geschichte: Seit einem Jahr sind es nach Angaben des Innenministeriums konstant zwischen gut 1000 und 1600. Im März dieses Jahres waren es knapp 1300 neue Flüchtlinge, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht wurden.

Die Zahl der Unterbringungsplätze ist längst vom Land angepasst worden. Belegt seien aktuell von den sofort verfügbaren rund 6000 Plätzen etwa 2600, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Neuankommende Flüchtlinge würden gleichmäßig auf die Erstaufnahmeinrichtungen im Land verteilt.

Doch der Rückbau der Kapazitäten geht weiter. Ab 2018 sollen laut Ministerium noch 4850 Plätze sofort belegbar sein. Mit einem Vorlauf von wenigen Tagen könnten weitere 2830 hinzukommen. Sollte der Flüchtlingsstrom wieder deutlich ansteigen, gibt es in einer dritten Stufe Reserve-Plätze. 12.800 Unterbringungsplätze könnten so mit einem zeitlichen Vorlauf von zwei bis sechs Wochen zur Verfügung stehen. Damit verfüge Niedersachsen über eine Gesamtkapazität von insgesamt 20.480 Plätzen.

Flexibles Unterbringungskonzept entwickelt

Niedersachsen hatte vor dem Hintergrund der stark zurückgegangenen Zugangszahlen und angesichts der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sowie aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ein Unterbringungskonzept entwickelt. So könne das Land in Zukunft kurzfristig auf plötzlich steigende Zugangszahlen reagieren, sagte der Sprecher. Bis Anfang 2017 wurden alle in den beiden Vorjahren geschaffenen Not- und Behelfsunterkünfte zur Unterstützung der Erstaufname zurückgebaut und nicht mehr belegt.

Neuankommende Flüchtlinge werden durch die Landesaufnahmebehörde zunächst an den Standorten Bramsche, Osnabrück, Braunschweig, Oldenburg, Bad Fallingbostel und Friedland aufgenommen. An diesen Standorten müssen die Flüchtlinge wohnen, bis die Erstaufnahme mit Registrierung und medizinischer Untersuchung abgeschlossen ist. Anschließend werden die Asylsuchenden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kommunen verteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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