Aus altem Bunker wird ein Fledermaus-Krankenhaus

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Eine Fledermaus sitzt am 24.05.2012 auf der Hand einer Helferin im Fledermauszentrum in Hannover. Das neue Fledermauszentrum in Hannover hat seine Arbeit aufgenommen.

Hannover - In einem alten Bunker aus dem zweiten Weltkrieg hat in Hannover ein Krankenhaus für Fledermäuse seine Arbeit aufgenommen. Dort werden derzeit rund 80 verletzte Fledermäuse von ehrenamtlichen Helfern gesund gepflegt und trainiert.

Nachdem die Tiere nach der Frühjahrskälte Mitte April aus dem Winterschlaf erwachten, sind sie jetzt in der Pflegestation untergebracht, sagte Tierärztin Renate Keil. „Sobald sie wieder flugfähig sind und geübte Muskeln haben, werden sie ausgewildert“, erklärte die Ärztin. Gebracht werden die Fledermäuse in der Regel von Privatpersonen, die geschwächte Tiere finden und sich ratsuchend an den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wenden. Der Verband betreut das Fledermaus-Krankenhaus. Das Zentrum gehört nach Angaben von Tierärztin Keil bundesweit zu den größten seiner Art.

Die Tierärztin Renate Keil steht am 24.05.2012 im Fledermauszentrum in Hannover. Das neue Fledermauszentrum in Hannover hat seine Arbeit aufgenommen.

Insgesamt 30 Helfer unterstützen die Arbeit dort. Zehn Freiwillige sind mit der direkten Pflege der Tiere beschäftigt. Fledermäuse gehören laut Bundesartenschutzverordnung zu den streng geschützten Rassen. „Die Tiere kommen sehr häufig mit schweren Splitterverletzungen zu uns“, erzählte Tierärztin Keil. Aber auch Entzündungen oder Verletzungen durch Katzen seien nicht selten. Die größte Bedrohung für die rund 24 in Deutschland lebenden Fledermausarten besteht nach Angaben der Veterinärin aber darin, dass ihre Lebensquartiere zerstört werden, etwa wenn Bäume gefällt oder Häuser saniert werden. Für den weiteren Ausbau des Zentrums sammelt der Bund für Umwelt und Naturschutz Spenden. Auch Patenschaften für kranke Tiere können übernommen werden. dpa

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