2G, 3G, Testpflicht

Corona-Regeln im Fitnessstudio und im Schwimmbad: Das gilt es zu beachten

Zu sehen ist ein Fitnessstudio, in dem mehrere Männer trainieren. Ein Coach trägt FFP2-Maske und leitet einen dieser Männer auf der Hantelbank an.
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Pumpen trotz Corona: Fitnessstudios, aber auch Schwimmbäder dürfen unter Einhaltung der jeweils geltenden Pandemie-Regeln geöffnet haben. (Symbolbild)

Bundesweit gelten strengere Corona-Regeln. Damit soll dem Infektionsgeschehen entgegengewirkt werden. Was bedeutet das konkret für Fitnessstudios und Schwimmbäder?

Bremen/Hamburg/Hannover – Seit mehr als eineinhalb Jahren diktieren sie das öffentliche Leben. Die Rede ist von allumfassenden Corona-Regeln, mit denen die Pandemie effektiv eingedämmt und bekämpft werden soll. Aufgrund stetig steigender Infektionszahlen* musste die Politik konsequent durchgreifen und besagte Corona-Maßnahmen verschärfen. Das wirkt sich nicht zuletzt auch auf die Corona-Regeln im Fitnessstudios und Schwimmbad aus.

Corona-Regeln in Fitnessstudios und Schwimmbädern: Was gilt bei 2G und 3G?

Ende August 2021 wurde bundesweit die 3G-Regel in Fitnessstudios eingeführt, die einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis unumgänglich machten. Doch entschieden sich zeitnah immer mehr Bundesländer für einen Betrieb mit der 2G-Regel oder Varianten davon in Fitnessstudios. Durch die Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes*, das offiziell seit Mittwoch, 24. November 2021, gilt, müssen Sporttreibende erneut einiges beachten.

Der Blick ist dabei vor allem auf Bremen*, Hamburg und Niedersachsen gerichtet. Drei Bundesländer im Norden, die sich aber hinsichtlich Spezifikationen der geltenden Corona-Regeln in Fitnessstudios und Schwimmbädern unterscheiden. Dies hängt nicht zuletzt mit unterschiedlichen Inzidenzen, daraus resultierenden Corona-Warnstufen* und dem Infektionsgeschehen im Allgemeinen zusammen.

Fitnessstudios und Schwimmbäder in Bremen: Testpflicht bereits ab Corona-Warnstufe 1

Im Bundesland Bremen ist in Fitness- und Gesundheitsanlagen die 2G-Regel* vorgeschrieben. Dementsprechend dürfen sich hier nur vollständig Geimpfte oder Genesene aufhalten. Die geltenden Corona-Regeln sind dabei in Abhängigkeit von den Warnstufen 0 bis 3 eingeteilt, die wiederum je nach entsprechender Hospitalisierungsinzidenz* in Kraft treten.

Schon ab der Corona-Warnstufe 1 gilt für den Besuch von Saunen, EMS-Studios (Elektromuskelstimulation), Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen eine Testpflicht. In der aktuell geltenden Corona-Verordnung für Bremen wird zudem explizit „die Ausübung von Sport in geschlossenen Räumen von Sportstätten“ erwähnt. Eine Ausnahme stellt jedoch der Schulsport dar.

Hamburg setzt flächendeckend auf 2G – auch in Fitnessstudios und Schwimmbädern

In Hamburg tritt am Montag, 29. November 2021, eine neue Corona-Verordnung* in Kraft. Mit dieser müssen sich auch regelmäßige Besucher von Fitnessstudios und Schwimmbädern in der Hansestadt auf eine Verschärfung der Pandemie-Maßnahmen einstellen. Entsprechend Paragraf 10 besagter Corona-Verordnung, ist ein „negativer Coronavirus-Testnachweis für Einrichtungen, Betriebe und Angebote mit Publikumsverkehr“ zwingend notwendig.

Akzeptiert wird von Betreibern von Fitnessstudios oder Schwimmbädern zum einen das negative Ergebnis eines PCR-Tests. Zum anderen ist auch ein nach der Coronavirus-Testverordnung durchgeführter Schnelltest legitim. Im Falle eines PCR-Tests darf das Testergebnis maximal 48 Stunden vor dem Betreten, der Nutzung oder der Dienstleistungsinanspruchnahme vorgenommen worden sein.

Ein Schnelltest darf wiederum nur 24 Stunden zurückliegen, bevor beispielsweise Fitnessstudio oder Schwimmbad betreten und die dortigen Angebote in Anspruch genommen werden dürfen. Zudem ist der Testnachweis in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis zu erfolgen.

Niedersachsen erhält neue Corona-Verordnung – und verschärft Regeln auch in Fitnessstudios

Und wie verhält es sich mit Niedersachsen, wo am 24. November 2021 eine neue Corona-Verordnung* in Kraft getreten ist? In der Warnstufe 1 gilt hier fürs Training in Fitnessstudio die 2G-Regel, für Mitarbeitende wird auch 3G zurückgegriffen. Schließlich ist die 3G-Regel am Arbeitsplatz mittlerweile verpflichtend* und bedarf eines täglichen, negativen Testnachweises, insofern ein Arbeitnehmer nicht geimpft oder genesen ist.

Die Geltungsdauer besagter Corona-Verordnung wurde erst am 10. November um vier Wochen verlängert. Diese reglementiert zumindest für einen bestimmten Zeitraum die Corona-Regeln in Einrichtungen wie Fitnessstudios oder Schwimmbädern und bezieht sich konkret auf die jeweilige Warnstufe, so auch auf die Warnstufe 2, die aller Wahrscheinlichkeit ab Mittwoch* gilt..

Die erste Corona-Warnstufe in Niedersachsen greift bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von Ü35 (Hospitalisierungsinzidenz zwischen 6 und 8, Intensivbettenbelegung zwischen 5 und 10 Prozent). Die zweite Warnstufe greift bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 (Hospitalisierungsinzidenz zwischen 8 und 11, Intensivbettenauslastung zwischen 10 und 20 Prozent). Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von Ü200 greift die dritte Warnstufe (Hospitalisierungsinzidenz über 11, mehr als 20 Prozent Intensivbettenauslastung).

2G, PCR-Test, Maskenpflicht: Was es in Niedersachsens Fitnessstudios zu beachten gilt

Wird die Corona-Warnstufe 3 in Niedersachsen erreicht, gilt fürs Trainieren die Testung durch einen PCR-Test. Zudem müssen Masken des Schutzniveaus FFP2, KN 95 oder gleichwertige Alternativen getragen werden. Dass die Regeln für Fitnessstudios und Schwimmbäder drastisch verschärft wurden, zeigt aber auch ein Blick auf die jüngere Vergangenheit.

Denn ehemals durften Fitnessstudios ab einer Inzidenz von U50 öffnen. Sie konnten mit einem negativen Test besucht werden, Umkleideräume sowie Duschen mussten jedoch geschlossen bleiben. Zudem war bei einer Inzidenz unter 35 das Vorlegen eines Hygienkonzepts ausreichend, um geöffnet zu haben.

Vorlage-Pflicht von Impf- oder Genesenennachweis in Fitnessstudios und Schwimmbädern – um erneuten Lockdown zu verhindern

Unabhängig vom jeweiligen Bundesland, in dem ein Fitnessstudio oder ein Schwimmbad besucht wird, sollten zwingend Impfpass, Impfzertifikat* oder Genesungsschein mitgenommen werden. Denn in nahezu allen Bundesländern gilt die Vorlage-Pflicht bei der Anmeldung am Empfang.

Maßnahmen, mit denen einerseits das öffentliche Leben aufrechterhalten, andererseits aber auch massive Einschränkungen vermieden werden sollen. Das große Ziel, nicht zuletzt der Betreiber von Fitnessstudios und Schwimmbäder: einen erneuten Lockdown mit allen Mitteln verhindern.

Corona-Regeln im Supermarkt, auf dem Weihnachtsmarkt und beim Friseur: Was gilt bei körpernahen Dienstleistungen

Ob und wie die vierte Welle gebrochen werden kann, werden auch die Corona-Regeln im Supermarkt wie Edeka oder Rewe und Discountern wie bei Aldi und Lidl im Dezember* deutlich machen. Während sich die Corona-Regeln auf dem Weihnachtsmarkt in den verschiedenen Bundesländern* sehr unterschiedlich darstellen, können die Corona-Regeln im Supermarkt mit der möglichen Einführung von 3G oder gar 2G* ebenfalls stark Einschnitte und Veränderungen bedeuten.

Ähnlich sieht es auch bei der Verschärfung der Corona-Regeln beim Friseur und weiteren körpernahen Dienstleistungen mit 2G* aus. Am Ende ist es in der vorweihnachtlichen Zeit allerdings entscheidend, wie sich das Pandemie-Geschehen entwickelt. Je nachdem kann es zu weiteren drastischen Verschärfungen wie einem deutschlandweiten Lockdown und Bundesnotbremse* kommen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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