Komplizierte Reinigung

Einige Höfe nach Fipronil-Skandal noch immer gesperrt

Oldenburg/Nordhorn - Zwei Monate nach Bekanntwerden des Skandals um mit Fipronil belastete Eier sind betroffene Höfe in Niedersachsen noch immer gesperrt.

Im Landkreis Grafschaft Bentheim sind drei Höfe betroffen, im Landkreis Leer ein Landwirt, sagten Sprecher der Landkreise der Deutschen Presse-Agentur. Die Landwirte hatten - wohl unwissentlich - ein Reinigungsmittel benutzt, in dem das für Nutztierbestände verbotene Insektizid Fipronil enthalten war.

In der Grafschaft Bentheim sind nach Angaben des Landkreises alle rund 100.000 Legehennen inzwischen geschlachtet worden. Die Betriebe seien noch gesperrt, weil nach wie vor der Hühnerkot in den Ställen sei. Dieser müsse verbrannt werden, aber es gebe kurzfristig keine Kapazitäten dafür. Außerdem erweise es sich als schwierig, das Fipronil wieder aus den Ställen herauszubekommen. „Man weiß noch nicht, auf welche Art und Weise man den Stoff wieder los wird“, sagte eine Landkreis-Sprecherin.

Neue Test nach Neustart

Erst, wenn die Ställe komplett gereinigt seien, könnten wieder neue Legehennen einziehen. „Wenn diese Hühner anfangen, Eier zu legen, werden diese erst wieder auf Fipronil beprobt“, sagte die Sprecherin.

Der im Kreis Leer gesperrte Betrieb hat 27.500 Legehennen. Der Halter habe darauf gesetzt, dass sich das Insektizid Fipronil im Lauf der Zeit wieder abbaue, sagte ein Sprecher des Landkreises. Es finden regelmäßig Tests und Beprobungen sowohl der Eier als auch der Tiere statt. „Die Werte haben sich verringert, schwanken aber und liegen noch über dem zulässigen Höchstwert“, sagte der Sprecher. Es könne nicht abgeschätzt werden, wann der Hof wieder frei gegeben werden könne.

Gegen die Landwirte hatte auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg ein Ermittlungsverfahren aufgenommen. Ergebnisse liegen der Behörde zufolge noch nicht vor, sagte eine Sprecherin.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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