Finanzen des Bistums Osnabrück profitieren von stabiler Konjunktur

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Der Turm des Osnabrücker Doms. Die stabile Konjunktur beschert dem katholischen Bistum Osnabrück gute Kirchensteuereinnahmen.

Osnabrück - Die Konjunktur läuft zur Zeit in Deutschland - und damit fließen auch reichlich Kirchensteuern in die Säckel der Bistümer. Mittelfristig muss sich die Kirche aber auf geringere Steuereinnahmen einstellen, heißt es im Bistum Osnabrück.

Die stabile Konjunktur beschert dem katholischen Bistum Osnabrück gute Kirchensteuereinnahmen: Der Haushalt der Diözese wächst in diesem Jahr auf ein Volumen von 161,5 Millionen Euro. Damit sind rund 6,8 Millionen Euro mehr Einnahmen und Ausgaben geplant als im Vorjahr. Knapp 85 Prozent des Geldes stammt aus der Kirchensteuer, sagte am Dienstag der Finanzdirektor der Diözese, Joachim Schnieders, in Osnabrück.

Zu dem seit Jahren gefahrenen moderaten Sparkurs gebe es allerdings keine Alternative. „Wir haben einen Puffer von einer Million Euro, den wir in die Rücklagen einstellen, das ist nicht allzu viel.“ Angesichts der konstant hohen Kirchenaustrittszahlen und des Geburtenrückgangs sei absehbar, dass auch die Kirchensteuereinnahmen mittelfristig zurückgehen würden.

Wie sich die hohe Zahl an Flüchtlingen in den nächsten Monaten auf den Haushalt auswirken werde, sei noch nicht abzusehen, sagte Schnieders.

Nach dem Finanzskandal im Bistum Limburg hatte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode den Vermögensverwaltungsrat des Bistums neu strukturiert, er war in dieser Form im vergangenen Jahr erstmals tätig. Ihm gehören nun fünf externe Laien mit Wirtschafts- und Finanzkompetenz an.

Mit rund 32 Prozent fließt der größte Teil des Haushalts in die Kirchengemeinden. 19 Prozent des Geldes kommt der Caritas und sozialen Diensten wie Beratungsstellen und Kindertagesstätten zugute. Der drittgrößte Geldempfänger im Bistumshaushalt ist der Bereich Bildung, Kunst und Medien, zu dem Schulen und Bildungswerke, aber auch das Diözesanmuseum gehört. 13 Prozent des Haushalts geht in diesen Bereich - allein die katholischen Schulen bekommen 14,5 Millionen Euro.

Das katholische Bistum Hildesheim hatte bereits im November seine Haushaltszahlen für 2016 veröffentlicht. Der dortige Haushalt hat ein Volumen von 197 Millionen Euro und liegt damit ungefähr auf Vorjahresniveau. Beide Bistümer blicken mit Sorge auf ihre Versorgungsfonds für pensionierte Pfarrer, die seit Jahren unter niedrigen Zinsen leiden. dpa

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