Über 34 Grad erwartet

Warnung vor brütender Hitze am Donnerstag

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Für Bremen, Niedersachsen und ganz Deutschland gilt nun eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor teils extremer Wärmebelastung.

Der Hochsommer läuft zur Hochform auf: Für Bremen, Niedersachsen und ganz Deutschland gilt nun eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor teils extremer Wärmebelastung. Auch die Feuerwehr Bremen warnt die Bevölkerung.

Am Donnerstag werde bei gefühlten Temperaturen über 34 Grad eine extreme Wärmebelastung erwartet, so der Deutsche Wetterdienst.  In der zweiten Tageshälfte seien im Westen und Nordwesten sowie in den süddeutschen Gebirgen einzelne kräftige Gewitter möglich. Am Freitag zunächst im Westen und Nordwesten teils starke Gewitter, die sich bis zum Abend bis ins mittlere Deutschland ausbreiten, so die Meteorologen.

Auch die Feuerwehr Bremen warnt im Auftrag des Senators für Gesundheit vor extremer Hitze und gibt Verhaltenstipps: Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folge sein. Ein erhöhtes Risiko besteht für Säuglinge und kleine Kinder, Personen mit einer psychischen Krankheit, mitunter Menschen mit Behinderung oder chronisch kranke Personen, besonders bei Herzkrankheit oder Bluthochdruck, und vor allem für ältere, pflegebedürftige Menschen.

Was können Sie bei einer Hitzewelle tun?

- Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an: Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Mittagshitze und beschränken Sie Tätigkeiten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden.

- Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport. Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Glas eines kühlen, alkoholfreien Getränks.

- Bleiben Sie draußen nach Möglichkeit im Schatten. - Tragen Sie einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille.

- Benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher.

- Lassen Sie niemals Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen in einem geparkten Fahrzeug zurück, auch nicht für kurze Zeit.

- Trinken Sie reichlich alkoholfreie Getränke - auch ohne Durst: Wasser, Fruchtsaft.

- Meiden Sie Getränke mit Alkohol, Koffein oder viel Zucker - sie können den Körper austrocknen.

- Meiden Sie sehr kalte Getränke - sie können zu Magenbeschwerden führen. Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten. Bleiben Sie in einem möglichst kühlen Raum.

- Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab. - Verschaffen Sie sich Abkühlung durch eine kühle Dusche oder ein kühles Bad.

- Tragen Sie leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (Baumwolle).

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Update: Am 5 Juli 2015 wurden in Kitzingen 40,3 Grad gemessen.

Am 8. August 2003 maß der Wetterdienst Meteomedia mit 40,3 Grad im saarländischen Perl-Nennig den deutschen Hitzerekord.

Der Deutsche Wetterdienst gibt allerdings „nur“ 40,2 Grad als Höchstwert seit Beginn der Wettermessungen vor gut 130 Jahren an.

Aufgezeichnet haben die Meteorologen diese Temperatur gleich viermal: am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf (in der Gemeinde Kümmersbruck in der Oberpfalz/Bayern) - dem heißesten hierzulande je gemessenen Julitag - sowie am 9. August 2003 in Karlsruhe und am 13. August 2003 erneut in Karlsruhe und in Freiburg/Breisgau.

Bei den Nachbarn im Süden sind solche Temperaturen fast schon der hochsommerliche Normalfall. Europas Hitzerekord hält seit 1999 mit 48,5 Grad das italienische Catenanuova auf Sizilien.

Den Weltrekord hält die Greenland Ranch im kalifornischen Death Valley: Am 10. Juli 1913 wurden dort 56,7 Grad gemessen.

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