Vereinzelte Hinweise führen ins Leere

Es fehlt jede Spur der „RAF-Rentner“

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Ex-RAF-Terroristen

Hannover - Der Fahndungsaufwand war enorm, seit ihrem letzten Raubüberfall bei Braunschweig im Frühsommer vergangenen Jahres aber sind die drei ehemaligen RAF-Terroristen wie vom Erdboden verschluckt.

„Wir haben keine heiße Spur“, fasst der Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) Frank Federau den Stand der Ermittlungen zusammen.

Neun Überfälle in Norddeutschland seit 2011?

Wegen einer brutalen Überfallserie startete die Polizei vor gut einem Jahr die öffentliche Fahndung nach Burkhard Garweg (48), Daniela Klette (58) und Ernst-Volker Staub (62), die seit rund 25 Jahren im Untergrund leben. „Vereinzelt gibt es neue Hinweise“, sagt der LKA-Sprecher zur Arbeit der Ermittlungsgruppe, die in unveränderter Personalstärke nach den „RAF-Rentnern“ sucht. Systematisch arbeiten die Fahnder aller Tipps ab. „Wir haben keine Hinweise, dass das Trio weitere Straftaten verübt hat.“

Zuletzt schlugen die Ex-Terroristen demnach am 25. Mai 2016 in Cremlingen bei Braunschweig zu. Mit einer Panzerfaust und einem Automatikgewehr bewaffnet überfielen zwei Männer und eine Frau einen Geldtransporter und ein Geschäft. Die Beute soll mehrere hunderttausend Euro betragen haben. Nach einem erfolglosen Überfall auf einen Geldtransporter in Stuhr im Juni 2015 geriet das Trio ins Visier der Polizei, nachdem ihm zuletzt anhand von DNA-Spuren ein Geldtransporterüberfall 1999 in Duisburg zugeordnet worden war. Inzwischen werden den dreien neun Überfälle in Norddeutschland seit 2011 angelastet.

Ermittler: Wahrscheinlich geht es dem Trio nur noch um die Altersvorsorge

Obwohl die Brutalität der Überfälle an die Jahrzehnte zurückliegende Gewalt der RAF-Linksterroristen erinnert, sind die Ermittler sich sicher, dass es dem Trio bloß noch um die Altersvorsorge zum Überleben im Untergrund geht. Wo es sich heute aufhält, ist offen. Die Tatorte und Standorte der Autohändler, bei denen die Tatwagen gekauft wurden, liegen alle im Norden Deutschlands.

Über TV-Fahndungssendungen in Deutschland und den Niederlanden wurde zwischenzeitlich nach dem Trio gesucht und für Hinweise zur Ergreifung eine Belohnung von bis zu 80.000 Euro ausgesetzt. Weil ein niederländischer Zeitungsschnipsel in einem Tatwagen ins Nachbarland wies, wurde auch dort gefahndet und ermittelt, es gingen auch Hinweise ein. Konkretisiert hat diese Spur sich bislang aber nicht, so Federau. „Es kann aber nach wie vor sein, dass die drei sich im benachbarten Ausland aufhalten.“

dpa

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