Mutter und zwei Kinder sterben

Familie in Bispingen ausgelöscht: Mord-Prozess gegen 35-Jährigen startet

Nach dem gewaltsamen Tod einer Mutter und ihrer zwei Kinder im niedersächsischen Bispingen beginnt der Prozess gegen einen 35-Jährigen.

Lüneburg –  Der Fall schockierte ganz Deutschland: Im niedersächsischen Bispingen wurde eine ganze Familie gewaltsam ausgelöscht. Eine Frau und ihr vierjähriger Sohn wurden tot in einem Haus aufgefunden. Von der elfjährigen Tochter fehlte jede Spur. Zwei Tage später wird auch sie tot aufgefunden.

Gemeinde in Niedersachsen:Bispingen
Fläche:128,6 km²
Bevölkerung:6.256 (31. Dez. 2008)

Polizisten nehmen den ehemaligen Lebensgefährten der Frau fest, der vor der Schreckenstat auch im Fernsehen auftrat. Gegen den 35-Jährigen wurde nun Anklage erhoben: Mord in drei Fällen, schwerer sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge und Vergewaltigung mit Todesfolge. Am 16. November startet der Prozess vor dem Lüneburger Landgericht.

Tod von Mutter und Kindern in Bispingen: Staatsanwaltschaft schildert grausame Details

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, seine Lebensgefährtin und deren Kinder in den frühen Morgenstunden des 16. Mai in Bispingen im Heidekreis stranguliert zu haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Im Haus der Mutter waren die Leichen der 35-Jährigen und ihres vierjährigen Sohnes entdeckt worden. Die Leiche der elfjährigen Tochter war später an einem Waldweg gefunden worden – in der Lüneburger Heide in der Nähe von Schneverdingen

Eine Frau und ihr vierjähriger Sohn waren am 16. Mai tot in dem Haus entdeckt worden. Beide hätten Spuren von Gewalt aufgezeigt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der Angeklagte soll nach einem Streit früh am Morgen in die Wohnung der Frau zurückgekehrt zu sein. Er soll sie laut Staatsanwaltschaft erdrosselt haben, um sich sexuell zu erregen. Anschließend soll er den Vierjährigen stranguliert haben. Die Elfjährige soll er vergewaltigt und erstickt haben. Tagelang hatte die Polizei nach dem Mädchen gesucht – mit Hunden, einer Drohne, einem Hubschrauber und einem Kampfjet der Bundeswehr. Die Leiche wurde zwei Tage später von einem Förster entdeckt.

Der tatverdächtige Deutsche ist den Angaben zufolge nicht der Vater der Kinder. Das Gericht setzte zwölf Verhandlungstage bis Februar 2022 an. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa

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