Massiven Verkehrsbehinderungen

Fahrgastverband will Sofortprogramm zum Schutz der Bahn vor Stürmen

Hannover - Vor der Auftaktsitzung eines Runden Tisches zum Schutz der Bahn vor Sturmschäden im Verkehrsministerium in Hannover hat der Fahrgastverband Pro Bahn ein Sofortprogramm gefordert.

„Es müssen dringend bessere Vorsorgemaßnahmen gegen die heftigen Stürme à la Xavier entlang der Bahnstrecken getroffen werden“, sagte der Pro Bahn-Landesvorsitzender Björn Gryschka am Dienstag. „Wir freuen uns, dass das Thema jetzt auf der politischen Tagesordnung steht, denn baldige Schritte sind ohne den nötigen Druck aus Politik und Öffentlichkeit anscheinend nicht zu erwarten“.

Nötig sei im laufenden Jahr ein Sonderprogramm zum Durchforsten der Bahnstrecken in Niedersachsen, wobei die Strecken mit der größten Bedeutung und den meisten Fahrgästen als erstes angegangen werden, so der Fahrgastverband. Erstellt werden müsse ein Notfallplan für ein Fahren mit reduzierter Geschwindigkeit bei Sturm statt einer flächendeckenden Betriebseinstellung. Auch solle Schleswig-Holstein in den Runden Tisch einbezogen werden, um die dortigen Regionalbahnunternehmen nach ihren Lösungsansätzen zu befragen.

Die Deutsche Bahn hatte bereits ein besseres Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen entlang der Strecken im Norden angekündigt, dafür aber noch kein Konzept vorgelegt. Sturmschäden hatten in den vergangenen Monaten mehrfach zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt. So richtete Sturmtief „Xavier“ im Oktober große Schäden an. Sieben Menschen waren von umstürzenden Bäumen oder herunterfallenden Ästen getötet worden. Der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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