Zehn Hinweise auf die Gesuchten eingegangen

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen in Holland

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Hannover - Bei der auf die Niederlande ausgedehnten Fahndung nach drei mutmaßlichen Ex-RAF-Terroristen sind im Nachbarland inzwischen zehn Hinweise auf die Gesuchten eingegangen. Diese würden nun ausgewertet, über den Inhalt und die Qualität der Hinweise könne noch nichts gesagt werden, teilte die niederländische Landespolizei in Driebergen mit.

Für möglich gehalten wird, dass sich die nach einer Serie von Raubüberfällen in Niedersachsen gesuchten Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette auch im Norden der Niederlande aufhalten. Im holländischen Fernsehen gab es in der vergangenen Woche einen Fahndungsaufruf.

Den mutmaßlichen Terroristen werden sicher zwei gescheiterte Überfälle auf Geldtransporter in Stuhr bei Bremen und in Wolfsburg zugeordnet. Die mit den sichergestellten Fluchtwagen seit deren Kauf zurückgelegten Kilometer schließen auch einen Unterschlupf der Gesuchten in Holland nicht aus. Dafür spricht auch eine bestimmte Handy-Ortung, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Dazu wollten die Fahnder in Deutschland und den Niederlanden nichts sagen. "Es ist noch keine heiße Spur darunter", sagte Staatsanwalt Lutz Gaebel im niedersächsischen Verden zum Stand der Ermittlungen. "Das ist kriminalistische Puzzlearbeit, die braucht ihre Zeit."

Nach der Veröffentlichung von aktuellen Fotos der beiden gesuchten Männer, die Zielfahnder gesichert hatten, gingen 27 Hinweise bei den Ermittlern ein. Inzwischen prüfen die Ermittler, ob das Trio für zahlreiche weitere Überfälle in den vergangenen Jahren im Norden verantwortlich ist.

dpa

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