Facebook bleibt an Niedersachsens Schulen  erlaubt

Hannover - Im Gegensatz zu anderen Bundesländern will Niedersachsen den Kontakt zwischen Lehrern und Schülern über das Netzwerk Facebook nicht verbieten.

„Grundsätzlich setzt Niedersachsen auf einen eigenverantwortlichen und verantwortungsbewussten Umgang durch Lehrkräfte und Schulleitungen mit den sogenannten sozialen Netzwerken“, sagte ein Sprecher des SPD-geführten Kultusministeriums am Dienstag der dpa in Hannover.

In Rheinland-Pfalz sind Freundschaften über Facebook nicht mehr möglich. Das Netzwerk darf dort auch nicht als Lernplattform genutzt werden. Die Trennung wird damit begründet, weil der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule mit dem Geschäftsmodell von Facebook - einer Auswertung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke - nicht zu vereinbaren sei. Auch andere Bundesländer wollen den Kontakt von Lehrern und Schülern strenger regeln.

Das niedersächsische Kultusministerium betonte, diese Bedenken „sehr ernst“ zu nehmen. Bei Nachfragen werde daher darauf hingewiesen, dass bei der schulischen Arbeit in Facebook oder ähnlichen Netzwerken die datenschutzrechtlichen Bestimmungen unbedingt zu beachten seien. Es dürften auch keine personenbezogenen Daten in einem öffentlich zugänglichen Rahmen erscheinen. „Wir werden uns die Handhabungen in den anderen Ländern aber genau anschauen und auch die weitere Entwicklung bei Facebook im Auge behalten.“

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

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