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Exotische Mondfische in die Ostsee gespült

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HANDOUT - Dr. Uwe Krumme steht am 09.12.2015 mit einem Mondfisch, der von einem Fischer an das  Thünen-Institut für Ostseefischerei übergeben wurde, in Rostock in den Händen vor einem Fahrzeug des Instituts. ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung in Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur bei vollständiger Nennung: "Foto: Annemarie Schütz/Thünen-Institut/dpa" (Zu dpa "Exotische Fische über die Nordsee in die Ostsee gespült") +++(c) dpa - Bildfunk+++
Dr. Uwe Krumme hält einen Mondfisch, der von einem Fischer an das Thünen-Institut für Ostseefischerei übergeben wurde. © dpa

Braunschweig - Exotische Fische sind in der Ostsee aufgetaucht. Am vergangenen Wochenende seien zwei tote Mondfische entdeckt worden, teilte das Thünen-Institut in Braunschweig mit.

Die größten Knochenfische der Welt kommen in allen tropischen und subtropischen Meeren vor, nicht aber in der Ostsee. Dennoch zog ein Fischer einen toten Mondfisch aus der Mecklenburger Bucht, ein weiteres Exemplar lag am Rostocker Strand.

Die Exoten sind dem Institut zufolge durch einen Salzwasser-Einstrom aus dem Kattegat in die westliche Ostsee gespült worden. Der Mondfisch (Mola mola), der einen seitlich zusammengedrückten Körper hat, sieht aus wie ein schwimmender Kopf.

Den Angaben zufolge kann salz- und sauerstoffreiches Frischwasser nur bei sehr speziellen Wetterlagen von der Nordsee in die sonst abgeschottete Ostsee strömen. Die Mondfische, die träge Schwimmer sind, wurden vermutlich im November in die Ostsee gespült, wie Uwe Krumme vom Thünen-Institut sagte. „Hier können die Tiere kurze Zeit überleben, aber dann setzen ihnen Nahrungsmangel, verringerter Salzgehalt und die niedrigen Temperaturen zu.“

Die gefundenen Fische sind Jungtiere, ausgewachsene Exemplare bringen es auf einen Durchmesser von drei Metern und können mehr als eine Tonne wiegen. Der Salzwasser-Einstrom brachte laut Thünen-Institut auch andere Exoten in die Ostsee, darunter einen Schwertfisch. Fischer und Strandbesucher sollen nun die Augen offen halten und Tiere, die eigentlich nicht in der Ostsee vorkommen, melden. dpa

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