Ex-Vorsitzender zieht vor Gericht

Hampel wehrt sich gegen Entmachtung des AfD-Landesvorstands

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Paul Hampel

Hannover - Niedersachsens bisheriger AfD-Vorsitzender Paul Hampel will gegen die Entmachtung des Landesvorstandes kämpfen. Er werde gegen den Beschluss des Bundesvorstands gerichtlich vorgehen, sagte Hampel der "Welt".

Der 60-jährige Bundestagsabgeordnete beklagte sich zudem, über die Entscheidung nicht informiert worden zu sein. Ein AfD-Sprecher hatte am Freitagabend in Berlin mitgeteilt, dass der Bundesvorstand mit einer Zweidrittelmehrheit die sofortige Amtsenthebung der AfD-Landesspitze beschlossen habe.

Für die Vorgehensweise der AfD-Spitze in Berlin zeigte Hampel überhaupt kein Verständnis. "Ich bin entsetzt, dass der Bundesvorstand ignoriert hat, dass die Mitglieder, die Neuwahlen fordern, vergangenen Sonntag gegen Mitglieder der eigenen Partei demonstriert haben. Wer so agiert, agiert parteischädigend", sagte Hampel.

Hintergrund sind lange Querelen im niedersächsischen Landesvorstand, die zuletzt zur kurzfristigen Absage eines Sonderparteitags geführt hatten, bei dem auch über die Abwahl Hampels entschieden werden sollte. In der Mitteilung vom Freitag hieß es, der Bundesvorstand werde nun "zeitnah" zu einem Landesparteitag einladen.

dpa

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