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Ex-Freund mit japanischem Kurzschwert getötet und auf Friedhof verscharrt

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Von: Fabian Raddatz

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Zwei Angeklagte sitzem im Landgericht Hannover mit Ordnern vorm Gesicht
Ein 25-Jähriger (links) und seine zwei Jahre ältere Freundin (2.v.l.) müssen sich erneut wegen Mordes vor dem Landgericht Hannover verantworten. © Christina Sticht/dpa

Mit über 100 Messerstichen getötet und auf einem Friedhof in Hannover verscharrt: Einer 28-Jährigen wird gemeinschaftlicher Mord an ihrem Ex-Freund vorgeworfen.

Hannover – Vor dem Landgericht Hannover müssen sich ab Montag, 24. Januar 2022, eine 27-jährige Frau und ein 25-Jähriger verantworten. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen Mord. Die beiden sollen vor rund zwei Jahren den Ex-Freund der Angeklagten brutal getötet und dann auf einem Friedhof in Hannover verscharrt haben.

Stadt in Niedersachsen:Hannover
Fläche:204 km²
Bevölkerung:532.163 (2016)
Bürgermeister:Belit Onay

Die heute 27-Jährige hatte den Bielefelder im Internet kennengelernt und nach der Trennung wegen Vergewaltigung angezeigt. Doch dieses Verfahren wurde eingestellt, wie aus dem Urteil hervorgeht. Im April 2020 lockte die Frau den Mann aus Rache und Hass in die Wohnung ihres neuen Freundes – dieser ermordete ihn mit einem laut Gericht „messerscharf geschliffenen“ japanischen Kurzschwert. Die Leiche des Mannes wies über 100 Messerstiche auf.

Ex-Freund mit japanischem Kurzschwert getötet und auf Friedhof verscharrt

Für diese Tat waren die beiden bereits Anfang 2021 verurteilt worden, legten aber Revision ein. Nach dem Beschluss des Bundesgerichtshofes bleibt die Verurteilung beider Angeklagter wegen Mordes bestehen, ebenso die Unterbringung des inzwischen 25 Jahre alten Täters in der Psychiatrie. In dem neuen Verfahren müsse aber das Strafmaß neu festgesetzt werden, sagte eine Landgerichtssprecherin. Die Frau hatte eine neunjährige und ihr Freund eine 14-jährige Haftstrafe erhalten.

Für den Revisionsprozess sind drei Verhandlungstage angesetzt.

Derzeit läuft in Hannover auch ein weiterer Prozess, der für Schlagzeilen sorgt. Es geht um eine Schießerei in Hannover, die tödlich endete. Dabei wurde ein Mann, der Niedersachsens jüngster Intensivtäter war, erschossen. Der Angeklagte schweigt. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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