Bakterien verseuchen Badegewässer

Blaualgen: Erste Badeverbote in niedersächsischen Seen 

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Ein Schild "Baden verboten" ist an einem Seeufer aufgestellt.

Hannover - Trotz des heißen Wetters bleibt der Sprung ins kühle Nass an manchen niedersächsischen Badeseen wegen giftiger Blaualgen verboten. Betroffen sind auch Seen in der Region.

Allein im Landkreis Oldenburg besteht an drei Seen derzeit Badeverbot, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte. Betroffen sind unter anderem der Badesee Westerholt in der Gemeinde Wardenburg sowie der Helensee in Großenkneten. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg, im äußersten Osten Niedersachsens, sowie in Göttingen ist jeweils ein Badesee von Blaualgen belastet.

Die größten und bekanntesten Gewässer in Niedersachsen bleiben zwar weiterhin geöffnet. Allerdings haben auch das Steinhuder Meer in der Region Hannover und der Dümmersee im Landkreis Diepholz wegen ihrer geringen Tiefe mit Blaualgen zu kämpfen.

"Wir weisen die Badegäste aktuell auf das Problem hin", sagte Stefan Hempe vom Gesundheitsamt Diepholz. Vor allem Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut sollten aufpassen, dass sie kein Wasser im Dümmersee schlucken. "Noch ist aber kein Badeverbot in Aussicht." Alle 14 Tage prüfen Biologen die Qualität des Gewässers. Am Steinhuder Meer macht das Gesundheitsamt ebenfalls mit Schildern auf das Problem aufmerksam. "Ein guter Indikator ist, wenn man im seichten Wasser nicht mehr seine Füße sehen kann", sagte eine Sprecherin der Region. Dann sollten die Badegäste das Wasser lieber verlassen.

Blaualgen sind Bakterien, die ein Gift erzeugen so Badegewässer und Trinkwasser-Reservoire verseuchen können. Bei hohen Temperaturen vermehren sie sich besonders stark. Es drohen Haut- und Schleimhautreizungen bei Hautkontakt. Wenn man größere Mengen belasteten Wassers schluckt sind Durchfallerkrankungen, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen oder Kreislaufstörungen möglich.

dpa

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