Erst mal ohne Klassenarbeiten

Niedersachsen plant entspannten Schulstart nach den Ferien

Entspannt sollen die Schüler nach den Sommerferien in die Schule zurückkehren – ohne die Sicherheit zu vernachlässigen.
+
Entspannt sollen die Schüler nach den Sommerferien in die Schule zurückkehren – ohne die Sicherheit zu vernachlässigen.

Bildungsminister Grant Hendrik Tonne will Schülern nach den Sommerferien den Einstieg in den Schulalltag erleichtern. In den ersten Wochen soll es keine Klassenarbeiten geben, aber viel Zeit für Gespräche und mehr Miteinander.

Hannover – Nach den Sommerferien, die in Niedersachsen am 22. Juli beginnen und am 1. September enden, soll der Schulbetrieb weitestgehend normal starten. Das hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag in Hannover erklärt: „Gleichwohl ist klar, dass wir auf Sicherheitsmaßnahmen nicht verzichten dürfen. Das Virus bestraft Nachlässigkeiten.“

So soll vorerst bis Ende September weiterhin die Testpflicht gelten. Auch die derzeit gültigen Regelungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sollen weiter bestehen. Demnach soll überall dort, wo sich feste Schülergruppen (Kohorten) vermischen und der Abstand nicht eingehalten werden kann (beispielsweise auf Fluren und Gängen), eine Maske getragen werden müssen. Ab einer Inzidenz von 35 gilt die Maskenpflicht auch im Unterricht am Sitzplatz – mit Ausnahme der Grundschulen beziehungsweise der Jahrgänge eins bis vier. Auch in den Schulbussen soll die Maskenpflicht weiterhin gelten, während auf Schul- und Pausenhöfen, an der frischen Luft also, absehbar keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

Regelungen für Szenarienwechsel bleiben bestehen

Zudem ist nach derzeitigem Stand geplant, an den im Stufenplan festgeschriebenen inzidenzbasierten Regelungen für Szenarienwechsel festzuhalten.

Zum Start des neuen Schuljahres soll es laut Tonne in allen Schulen mindestens in der ersten Woche nach den Ferien eine Einstiegsphase geben. Diese könne auf bis zu vier Wochen ausgedehnt werden. Konkret gehe es hierbei zum Beispiel um Orientierungstage, die den Klassenzusammenhalt und die Klassengemeinschaft sowie die Persönlichkeit neu stärken, Gespräche mit Schülern über ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie, aber auch das Wiederholen von Unterrichtsinhalten sei ausdrücklich möglich.

Um einen Schulstart zu gewährleisten, der „ohne Druck und Stress“ verläuft, werden bis zum 24. September keine Klassenarbeiten oder Tests geschrieben, stellte der Minister klar. Bei den schriftlichen Arbeiten sei zudem vorgesehen, dass deren Gesamtzahl abgesenkt bleibe. Darüber hinaus können die Fachkonferenzen die Gewichtung der schriftlichen Leistungen in Bezug auf die Gesamtnote in den Fächern anpassen, also die mündlichen Leistungen stärker gewichten. Kultusminister Tonne kündigte außerdem an, dass jede Schule ein Sonderbudget erhalten werde.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Baumärkte, Corona-Testpflicht, Kinderbonus: Das ändert sich ab 1. August

Baumärkte, Corona-Testpflicht, Kinderbonus: Das ändert sich ab 1. August

Baumärkte, Corona-Testpflicht, Kinderbonus: Das ändert sich ab 1. August
Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau
Zusammenstoß nach Wendemanöver –  Pizza-Lieferant schwer verletzt

Zusammenstoß nach Wendemanöver – Pizza-Lieferant schwer verletzt

Zusammenstoß nach Wendemanöver – Pizza-Lieferant schwer verletzt
Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Kommentare