Festlichkeiten

Erntedankfest: Niedersachsen strebt Dialog zwischen Stadt und Land an

Hildegard Lange-Hörstmann vom Ortslandvolk Gesmold schmückt die St.-Petrus-Kirche im Stadtteil Gesmold unter anderem mit Obst, Gemüse und Getreide.
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Niedersachsen, Melle: Hildegard Lange-Hörstmann vom Ortslandvolk Gesmold schmückt die St.-Petrus-Kirche im Stadtteil Gesmold unter anderem mit Obst, Gemüse und Getreide.

Dem Erntedankfest 2021 begegnen Niedersachsens Landwirte mit einer Mischung aus Freude und Demut. Eine Ministerin strebt den Dialog zwischen Stadt und Land an.

Oldenburg – Das Erntedankfest stand in diesem Jahr eindeutig im Schatten der Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit. Dennoch haben in Niedersachsen viele Menschen, aber vor allem die Kirchen mit ihren Gottesdiensten dem Fest gedacht. Jenes Fest, das zumeist am ersten Sonntag im Oktober begangen wird und an die Abhängigkeit des Menschen von der Natur erinnert. Das christliche Erntedankfest soll Gott für die Feld- und Obsterträge des Jahres die Dankbarkeit der Gläubigen ausdrücken.

Erntedankfest: Aufgrund von Wetterextremen bleibt Ernte hinter den Erwartungen zurück

Niedersachsens Landwirte haben beim Erntedankfest am Sonntag mit gemischten Gefühlen auf das Jahr 2021 geschaut. „Es war eine äußerst turbulente Zeit für unsere Landwirte“, sagte der Präsident des Landvolkes, Holger Hennies. Die Folgen extremer Wetterlagen hätten Bauern und Bäuerinnen auch in diesem Jahr zu spüren bekommen – etwa Trockenheit und Frost im Frühjahr sowie Dauerregen im Sommer. Läden und Märkte seien trotz Einschränkungen in der Corona-Pandemie nun gut gefüllt, wegen der Wetterextreme sei die Ernte jedoch hinter den Erwartungen geblieben.

Hennies betonte aber auch, dass Niedersachsens Landwirte nach wie vor in einer „klimatisch günstigen Region“ arbeiteten. Dies sei daher Ansporn, den Boden sorgsam zu nutzen. Er dankte den Agrarbetrieben, die bei der Flutkatastrophe in Westdeutschland geholfen und gespendet hatten.

Erntedankfest 2021: Niedersachsens Agrarministerin setzt auf Dialog zwischen Land und Stadt

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kienast kündigte beim Landeserntedankfest per Grußwort einen „neuen Gesellschaftsvertrag“ für Mitte 2022 an. Es gehe um die Frage: „Was kommt morgen auf den Tisch?“, betonte die CDU-Politikerin: „Ich möchte die Sprachlosigkeit zwischen den Erzeugern und Verbrauchern, der Land- und der Stadtbevölkerung auflösen. Es geht um mehr Verständnis füreinander.“

Der Gottesdienst fand in der St.-Johannes-Kirche in Oldenburg-Kreyenbrück statt. Der oldenburgische Bischof Thomas Adomeit rief dazu auf, Verantwortung für andere Menschen und die Umwelt zu übernehmen. Er dankte den vielen jungen Menschen, die „für den Erhalt unserer Welt und den Schutz des Klimas auf die Straßen gehen“. Es gehe darum, an einer Welt zu bauen, die auch in Zukunft „lebenswert und wunderschön“ sei. Nach dem Gottesdienst konnten Besucher mit Unternehmen und Verbänden über Landwirtschaft, Leben auf dem Land, Lebensmittelerzeugung und Naturschutz diskutieren. (dpa)

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