Behörden raten: Kontakt vermeiden

Weitere Fledermäuse mit Tollwut gefunden

Adendorf/Embsen - Wieder ist in Niedersachsen das Tollwut-Virus bei Fledermäusen nachgewiesen worden. In Adendorf und Embsen seien drei infizierte Tiere gefunden worden, sagte ein Sprecher des Landkreises Lüneburg am Freitag.

Mindestens eines der Tiere habe noch gelebt. Erst vor zwei Wochen war in Adendorf eine Breitflügelfledermaus mit dem Virus entdeckt worden. Der Kreis warnte deshalb erneut vor dem direkten Kontakt mit Fledermäusen. Erkrankte Tiere würden häufig auch tagsüber in der Nähe von Häusern aufgefunden, hieß es. Die eigentlich nachtaktiven Tiere zeigen dann ein unnatürliches Verhalten, attackieren nahegelegene Gegenstände, hätten Orientierungsschwierigkeiten oder Lähmungserscheinungen.

"Eine Tollwut-Impfung ist ein wirksamer Schutz gegen den Ausbruch der lebensgefährlichen Krankheit", sagte die Leiterin des Lüneburger Gesundheitsamtes Dr. Marion Wunderlich. "Auch Hunde und Katzen sollten vom Tierarzt gegen Tollwut geimpft sein", empfahl Julia Pfeiffer, die Leiterin des Veterinäramtes.

Anfang August war bei einer im Kreis Osnabrück gefundenen Fledermaus Tollwut nachgewiesen worden. Die Fledermaus-Tollwut sei eine eigenständige Erkrankung und unterscheide sich von der klassischen Tollwut, erklärte ein Kreissprecher damals. Eine Übertragung auf andere Säugetiere und den Menschen geschehe sehr selten.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa

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