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Kita-Warnstreiks: Beschäftigte gehen wieder auf die Straße

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Von: Marcel Prigge

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Ein Erzieher einer Kindertagesstätte sitzt mit einer Verdi-Weste bei einem Warnstreik in der Region Hannover.
Die Kita-Streiks gehen weiter. In Hannover wird vor dem Kultusministerium zu einer gemeinsamen Kundgebung verschiedener Gewerkschaften aufgerufen. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

In Niedersachsen und Bremen kommt es erneut zu Warnstreiks von Kita-Beschäftigten. Den Arbeitnehmern geht es um mehr Geld und Anerkennung.

Niedersachsen/Bremen – Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag und Donnerstag erneut zu Warnstreiks in Sozial- und Erziehungseinrichtungen aufgerufen. Betroffen sind Bremen, Bremerhaven und Niedersachsen.

Kita-Warnstreiks in Bremen und Niedersachsen: bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen gefordert

Vor Kurzem hat Verdi mit einer Ausweitung der Kita-Streiks gedroht. Am Dienstag sollen nun besonders in Bremerhaven und Niedersachsen die Kindertagesstätten bestreikt werden. Vor dem Kultusministerium in Hannover ist eine gemeinsame Kundgebung der Kommunalgewerkschaft Komba, der Fachgewerkschaft der kommunalen Beschäftigten im Beamtenbund DBB und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) geplant. Sie fordern vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst am 16. und 17. Mai eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Aus Sicht der Gewerkschaft fehlen außerdem zu viele Fachkräfte, um pädagogisch sinnvoll arbeiten zu können.

Für Donnerstag ruft Verdi die Arbeitnehmer der Kindertagesstätten in Bremen zum Streiken auf. Ebenso wollen sich Menschen aus den Bereichen der Sozialarbeit, der Pädagogik und der Behindertenhilfe beteiligen. In der vergangenen Woche waren nach Angaben von Verdi bereits mehr als 4000 Menschen im Zuge der Warnstreiks beteiligt.

Landeselternvertretung: „Warnstreiks gehen zulasten der Familien“

Die Warnstreiks an niedersächsischen Kitas gehen nach Ansicht der Landeselternvertretung der niedersächsischen Kindertagesstätten zulasten der Familien. Nach zwei auch finanziell anstrengenden Jahren mit der Corona-Pandemie seien die Reserven vieler Eltern aufgebraucht, heißt es in einer Mitteilung der Landeselternvertretung, die der dpa vorliegt. Es brauche daher ein gemeinsames Signal der Politik in Bund und Land, „dass die Familie als Säule der Gesellschaft die Unterstützung erhält, die sie braucht“, so die Vorsitzende Christine Heymann-Splinter. Unter anderem fordert die Elternvertretung mehr Fachkräfte pro Kind sowie eine Vergütung der Ausbildung in den Sozial- und Erziehungsberufen.

Auch der Verhandlungspartner der Verdi, die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, kritisierte die Streiks in den vergangenen Wochen als unverhältnismäßig. Sie würden die Eltern zusätzlich belasten. Zudem vertrete der Verband die Meinung, dass Erzieher in den kommunalen Kitas deutlich mehr verdienen, als bei anderen Trägern. (Mit Material der dpa)

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