Mordverdacht

Ermittlungen gegen Pfleger auch nach Todesfall in Hannover

München/Hannover - Der in München unter Mordverdacht inhaftierte Hilfspfleger könnte auch für den Tod eines Pflegebedürftigen in Hannover verantwortlich sein. Die Ermittler gehen nach Angaben von Donnerstag von vier weiteren Fällen aus, „in denen das Ableben einer betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen stand", darunter auch Hannover.

Der Fall in der niedersächsischen Landeshauptstadt ereignete sich demnach im Juli 2017. Zugleich wird der 36-Jährige in einem Todesfall im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen (Juli 2017) sowie in zwei Fällen in den bayerischen Landkreisen Forchheim (Juli 2017) und Kitzingen (Januar 2018) verdächtigt. 

Der Beschuldigte soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben. In den vier anderen Fällen sind nach Angaben der Polizei noch intensive Ermittlungen notwendig. Die Beamten warnten am Donnerstag vor einer Vorverurteilung und betonten, dass sie erst am Anfang der Ermittlungen stehen. In Niedersachsen soll sich der Mann neuen Hinweisen zufolge auch im Landkreis Verden aufgehalten haben. - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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