Autos, Bargeld und Kokain im Millionenwert sichergestellt

Ermittlern gelingt Schlag gegen internationalen Drogenring

Hannover - Die Bande von Rauschgifthändlern soll Umsätze in Millionenhöhe gemacht haben. Doch jetzt sitzen ihre möglichen Drahtzieher hinter Gittern. Bei Durchsuchungen stellten Fahnder unter anderem Kokain mit einem Schwarzmarktwert von über vier Millionen Euro sicher.

Nach mehr als einem Jahr umfangreicher Ermittlungen ist Rauschgiftfahndern ein Schlag gegen einen international agierenden Drogenring gelungen. Dabei seien Luxuslimousinen, Bargeld sowie Kokain im Millionenwert sichergestellt worden, teilten die Staatsanwaltschaft Hannover, das niedersächsische Landeskriminalamt sowie das Zollfahndungsamt am Freitag mit. Mehr als 200 Einsatzkräfte hatten in dieser Woche in drei Bundesländern 30 Wohnungen und andere Objekte durchsucht. Razzien gab es unter anderem in Hannover, Halle an der Saale, Hamburg und im Raum Rendsburg in Schleswig-Holstein. Insgesamt wurden 17 Tatverdächtige festgenommen.

Gegen die 36 und 39 Jahre alten Hauptverdächtigen bestanden den Angaben zufolge bereits Haftbefehle des Amtsgerichts Hannover wegen des Einfuhrschmuggels großer Mengen Kokain. Ein weiterer mutmaßlicher Haupttäter sei bereits kurz vor dem Einsatz festgenommen worden. Zudem fasste die bayerische Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle auf der Autobahn A7 nahe Schweinfurt einen 35-jährigen Tatverdächtigen. Im Auto des Mannes fanden die Beamten ein Kilogramm Amphetamin sowie 500 Gramm Kokain. Auch gegen diesen Drogenkurier sowie einen 31 Jahre alten Hannoveraner wurden Haftbefehle erlassen.

Bei den Durchsuchungen wurden darüber hinaus zwei Kilo Kokain, neun Kilo Marihuana, ein Kilo Amphetamin, mehr als 75 000 Euro Bargeld sowie fünf Luxuslimousinen beschlagnahmt. Die Ermittlungen gegen die international tätige Gruppe hatte in den vergangenen Jahren zur Beschlagnahme von mehr als 130 Kilogramm Drogen geführt. Grundlage sei eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden in Litauen, den Niederlanden, Belgien, Tschechien und Südamerika gewesen, hieß es.

dpa

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