Auffälliges Rudel unter Beobachtung

Niedersachsens Umweltministerium verteidigt Wolfsmanagement

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Das auffällige Wolfsrudel in Munster sei unter ständiger Beobachtung, so das niedersächsische Umweltministerium.

Hannover - Das Umweltministerium in Hannover hat Vorwürfe über den Umgang mit dem auffälligen Wolfsrudel in Munster „schärfstens zurückgewiesen“. Erkenntnisse über das Rudel seien kontinuierlich ausgewertet und veröffentlicht worden, betonte Sprecher Rudi Zimmeck am Montag.

Das überraschend wenig scheue Rudel des Ende April erschossenen Wolfes MT6, im Internet auch Kurti genannt, sei schon früh an Menschen gewöhnt worden, hatte zunächst der NDR berichtet. Entsprechende Aufnahmen seien von den Bundesforstbetrieben mit Verweis auf Urheberrechte unter Verschluss gehalten worden. 

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann hatte daraufhin Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) kritisiert. „Offenbar hat Wenzel die Menschen über Monate hinweg bewusst getäuscht, wenn Fragen nach den Ursachen für das untypische Verhalten von Wölfen gegenüber dem Menschen gestellt wurden“, sagte Angermann am Freitag. 

Bereits im Frühjahr 2015 sei das Monitoring verstärkt worden, sagte dagegen Zimmeck. Zwei der Wölfe seien mit einem Sender versehen worden, das Wolfsbüro wurde eingerichtet. Zudem würden Bilder ohne Angabe von Ort und Zeit nicht in das Monitoring einfließen, sagte Zimmeck. 

Außerdem habe der Fotograf einer Veröffentlichung nicht zustimmt. Das Ministerium habe in allen seinen Verlautbarungen darauf hingewiesen, dass von einer Gewöhnung an den Menschen auszugehen sei. Beweise etwa für Fütterungen lägen bislang nicht vor.

dpa

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