Minister fordert auch mehr Windenergie

Ohne Leitungen keine Energiewende: Lies wirbt für Stromnetz-Ausbau

Um mehr regenerative Energie an die Verbraucher zu bringen muss auch der Stromnetz-Ausbau vorangetrieben werden. Damit das auch mit den Bürgern und nicht an selbigen vorbei geschieht, hat sich nun Umweltminister Olaf Lies zu Wort gemeldet und um Akzeptanz geworben.

Hannover - Niedersachsens Energie- und Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat trotz Widerständen bei den Bürgern vor Ort die Bedeutung des Stromnetz-Ausbaus hervorgehoben. Der Dialog über die Akzeptanz sei wichtig, sagte Lies der Deutschen Presse-Agentur vor einem Treffen der Energieminister am Freitag in Hannover. "Aber wir müssen auch alle den Rücken mal gerade machen und sagen: Wir brauchen den Netzausbau. Ohne Netzausbau gelingt uns die Energiewende nicht, und ohne Energiewende erreichen wir die Klimaschutzziele nicht."

An dem Treffen nehmen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die Energieminister aller Bundesländer teil. Sie wollen den Prozess der Energiewende über die Ländergrenzen hinweg koordinieren und Hemmnisse abbauen.

Verzögerungen bei den großen Stromtrassen

Beim Ausbau der Stromnetze, die Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren sollen, gibt es weiterhin Verzögerungen. Derzeit kann Ökostrom mitunter nicht ins Netz eingespeist werden, weil dafür die bisherigen Leitungen nicht reichen. Gleichzeitig hat sich Deutschland vorgenommen, die erneuerbaren Energien massiv auszubauen und ihren Anteil bis 2030 von derzeit 36 Prozent auf 65 Prozent zu steigern.

Lies forderte außerdem einen schnelleren Ausbau der Windenergie an Land. Auch für andere erneuerbare Energien müsse der Bund die Mengen anheben. "Er muss ein deutlich höheres Kontingent Onshore-Windenergie ausschreiben, der Deckel für Offshore-Windenergie muss angehoben werden oder ganz weg." Das gleiche gelte für die Begrenzungen bei der Fotovoltaik. Die Deckelung für den Ausbau der erneuerbaren Energien war ursprünglich mit dem Ziel einer Strompreisbremse beschlossen werden. Doch mittlerweile entstehen den Stromkunden keine Zusatzkosten mehr, weil die Technologie wettbewerbsfähiger geworden ist.  dpa

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Rubriklistenbild: © dpa

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