Elektroautos

Stromnetze überlastet: Drehen Baerbock, Scholz oder Laschet Elektromobilität den Hahn zu?

Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule geladen.
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Bald könnte es in Deutschland Probleme mit dem Stromnetz geben, wenn es immer mehr Elektroautos gibt. (Symbolbild)

In Großbritannien bekommen E-Autofahrer bald den Saft abgedreht. An neun Stunden am Tag sollen sie nicht laden dürfen. Droht uns das in Deutschland auch?

London/Berlin – Droht uns in Deutschland bald eine Stromrationierung? In Großbritannien ist es bereits so weit, wie die renommierte britische Tageszeitung „Times“ aus London berichtet. Wie es in dem Bericht heißt, wird Elektroauto-Fahrern an allen Wochentagen – ausgenommen sind Samstage und Sonntage – ab Mai 2022 den privaten Ladestation für neun Stunden der Saft abgedreht – per Fernschaltung.

Land:Deutschland
Fläche:357.581 Quadratkilometer
Einwohner:83.155.031 (Stand: 31. Dezember 2020)
Internationale Vorwahl:+49
Regierungschefin:Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Damit soll eine Überlastung des Stromnetzes und damit Blackouts verhindert werden, da dies die britischen Stromnetzbetreiber befürchten. Der Saft soll demnach jeweils zwischen 8:00 und 11:00 Uhr am Vormittag und in der Zeit von 16:00 bis 22:00 Uhr am Abend abgedreht werden.

Elektromobilität: In Großbritannien sind gerade einmal rund 300.000 Elektroautos zugelassen

Die Nachrichten von der Insel lassen aufhorchen, denn laut dem Bericht der „Times“ gibt es in ganz Großbritannien bisher nur rund 300.000 Elektroautos. Trotzdem will es die Regierung von Premierminister Boris Johnson schaffen, ab dem Jahr 2030 keine Benziner und auch keine Diesel-Fahrzeuge mehr zuzulassen. Angesichts der Meldungen droht nun, dass man dieses Ziel deutlich verfehlen wird.

Wie die „Daily Mail“ berichtet, würde Großbritannien bis zum Jahr 2050 durch Elektroautos einen zusätzlichen Strombedarf von etwa 18 Gigawatt benötigen. Das entspräche einer Leistung von rund sechs Atomkraftwerken.

Wie der Focus nun berichtet, gab es einen ähnlichen Gesetzesentwurf auch schon einmal in Deutschland. Doch hat man sich wohl kurz vor der Bundestagswahl 2021 nicht mehr getraut, dieses heiße Eisen anzufassen. Doch nach der Wahl wird wohl auch hier Tacheles geredet werden müssen, und da ist es egal, ob es sich um eine Kanzlerin Baerbock oder um einen Kanzler Scholz beziehungsweise Laschet dreht.

Elektromobilität: Ähnlicher Gesetzesentwurf wie in Großbritannien auch in Deutschland

Der Gesetzentwurf entstammt dem Bericht zufolge aus dem Hause von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Darin ist von „Spitzenglättung“ die Rede, was aber nichts anderes heißt, als das, was gerade in Großbritannien geschieht. Es ist lediglich eine Umschreibung für Zwangsladepausen. Was auf jeden Fall droht ist eine Welle von Strompreiserhöhungen, die derzeit ähnlich wie die Preise für Bauholz explodieren.

In Deutschland haben Netzbetreiber bereits im Sommer vor einer Überlastung des Stromnetzes gewarnt. „Das heutige Stromnetz ist technisch dafür noch nicht ausgelegt“, sagt Martin Konermann. Als Technischer Geschäftsführer der Netze BW ist Konermann jemand, der sich mit der Zukunft bereits heute auskennen muss. Die Netze BW ist ein Unternehmen der EnBW und als größter Verteilnetzbetreiber in Baden-Württemberg (mit rund 100.000 km Stromnetz) aus eigenem Interesse schon seit mehreren Jahren am Thema dran.

Stromrationierungen könnten auch Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen betreffen

Die Stromrationierungen könnten allerdings nicht nur Elektrofahrzeuge betreffen, auch Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen sollen von der Fernabschaltung laut dem Gesetzesentwurf betroffen sein. Berichtet hatte zuerst darüber die Tageszeitung „Welt“, woraufhin das Wirtschaftsministerium unter Peter Altmaier schnell zurückruderte.

„Es handelt sich um einen Entwurf der Arbeitsebene, der nicht die Billigung des Ministers gefunden hat“, wird eine Ministeriums-Sprecherin zitiert. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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