Bonus vom Staat ausgeschöpft

Elektroautos: Förderung für Ladestationen und Umweltprämie laufen aus

elektro-Mobilität-Ladestation.
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Wer als E-Auto-Fahrer nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, könnte zukünftig auf öffentliche Ladestationen angewiesen sein.

Der Kauf von Elektroautos wurde mit einer Förderung für Ladestationen unterstützt. Das Geld ist aufgebraucht, auch die Umwelt-Prämie wackelt. Wie geht es weiter?

Frankfurt - Schlechte Nachrichten für künftige Elektroauto-Fahrerinnen und Fahrer. Wallboxes - also die Ladestationen von E-Autos für Zuhause - müssen wieder komplett selbst bezahlt werden. Zuvor förderte der Staat den Erwerb von Elektroautos, indem er 800 Millionen Euro für private Ladestationen bereitstellte. Auch die Umweltprämie könnte schon bald fallen, Ursache ist nichts weniger als die hohe Nachfrage nach Elektromobilität. Mittlerweile habe das E-Auto nach aktuellen Zulassungsstatistiken den Diesel überholt.

Elektroautos: Förderung von Ladestationen wie „Wallbox“ nicht mehr ausgezahlt

Auf der Website der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) steht bereits die Warnung: „Bitte keine Anträge mehr stellen – die Förder­mittel sind erschöpft.“ Bisher hat der Staat die Kosten für die Ladestationen in Höhe von rund 1000 Euro getragen. Dabei hätten sogar Verbraucherinnen und Verbraucher zugeschlagen, die noch gar kein Elektroauto besitzen oder dies nicht einmal geplant hätten. Kein Wunder also, dass das Geld aufgebraucht ist.

BankKreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Gründung18. November 1948, Deutschland
CEOGünther Bräunig
HauptsitzFrankfurt am Main

800 Millionen Euro Fördergelder wurden ausgeschüttet – jeweils mit 1000 Euro pro Ladestation. Damnach haben 800.000 deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger von dem Angebot Gebrauch gemacht. Auch der ADAC empfiehlt die Anschaffung von privaten Ladestationen, Sicherheit und Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten für E-Autos seien so am größten. Sonst heißt es gerade im ländlichen Raum: Dumm gelaufen – immer mehr Menschen haben ein E-Auto gekauft – und nun weit und breit keien Lademöglichkeit.

„Bitte keine Anträge mehr stellen – die Förder­mittel sind erschöpft.“

Die KfW Bank warnt auf ihrer Website

Elektroauto-Förderung: Umweltprämie wackelt – Gesetz steht nicht

Und es kommt noch schlimmer. Auch der Umweltförderung für Elektroautos wackelt. Erst im vergangenen Sommer hatte die Bundesregierung diesen Bonus von 3000 auf 6000 Euro verdoppelt. Zwar habe die derzeitige Regierung aus CDU und SPD bereits beschlossen, dass diese Förderung per Innovationsprämie noch mindestens bis 2025 verlängert werden soll, auch in verdoppelter Höhe, auf ein entsprechendes Gesetz warten Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch noch.

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Offiziell ist jedoch noch gar nichts, das möglich Gesetzt befinde sich noch für „die Abstimmung in den Ressorts“. Der Haken: Die neue Bundesregierung steht in de Starlöchern*. Dennoch sei es immer noch wahrscheinlich, dass noch vor dem Ende von Angela Merkels Amtszeit*, ein entsprechendes Gesetz beschlossen werde.

Förderung nicht die einzige Sorge im Elektroauto-Alltag

Die auslaufende Förderung ist längst nicht alles, womit sich Elektroauto-Fahrerinnen und Fahrer beschäftigen müssen. Immer wieder steht die Branche noch für großen Problemen. So sind zum Beispiel immer wieder plötzliche Akku-Brände eine nicht unbegründete Sorge, wie ein Beispiel aus Leer zeigt, bei dem ein Akku brannte und zwei Autos und ein Carport vollständig zerstörte*. Auch in Stuhr kam es zu einem Elektrobrand*. Bisher kann so ein Einsatz für die Feuerwehr besonders kompliziert werden, doch die Feuerwehr Stuhr wehrt sich mit einer neuen Technik*.

Mehrere Städte nahmen sogar ihre Elektrobus-Flotte vom Netz, weil der Verdacht auf erhöhte Brandgefahr bestehe. Auch in Hannover hat die Üstra nach einem Depot-Brand zwischenzeitlich alle Elektro-Busse vom Netz genommen, die genaue Ursache ist jedoch bisher noch unklar. Wegen Brandgefahr dürfen bestimmte E-Auto-Modelle nur mit mindestens 15 Metern Abstand parken. Bei einem Elektro-Brand in den USA sollte ein Verbraucher sogar noch draufzahlen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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