Volkswagen im Umbruch

VW-Elektroauto: Sichert das E-Cabrio den Standort Osnabrück?

Das VW-Werk in Osnabrück blickt möglicherweise besseren Zeiten entgegen: Nach zuletzt schwacher Auslastung könnte das E-Cabrio die Zukunft des Werks sichern.

Osnabrück – Der Volkswagen-Konzern befindet sich im Umbruch. Auch wenn VW-Boss Herbert Diess zuletzt verkündete, es wäre nicht möglich, früher als geplant aus dem Verbrenner auszusteigen, tut man in Wolfsburg viel für den Wandel. Unter anderem möchte der Konzern in einem neuen VW-Werk im Wolfsburger Umland den VW-Trinity fertigen* – das Elektroauto der Zukunft für Volkswagen. Mit Osnabrück könnte auch ein bisher schwach ausgelasteter Standort davon profitieren.

Konzern:Volkswagen
Firmensitz:Wolfsburg
Segment:Automobilhersteller

E-Auto_VW-Werk in Osnabrück könnte von Umstellung auf das VW-Elektroauto profitieren

Aktuell wird am VW-Standort Osnabrück die offene Version des VW-T-Rock gefertigt. Vorstandschef Diess erklärte, das VW-Werk sei ein sehr kompetenter „Nischen-Cabrio-Standort“. Der logische nächste Schritt für das Werk wäre daher ein VW-Elektroauto, genauer ein E-Cabrio. Laut Diess gibt es sowohl bei Volkswagen als auch Audi dahingehende Überlegungen. Konkreter wurde er nicht.

Für Dezember wird der Abschluss der Investitionsplanungen bei VW erwartet, dann könnte mehr Licht ins E-Auto-Dunkel beim Standort von Volkswagen in Osnabrück. Sowohl Diess als auch Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil* zeigten sich zuversichtlich, hinsichtlich der Zukunft des Osnabrücker VW-Werks in der E-Mobilität. Diess sagte, er sei „sicher, dass sich Osnabrück um eine Fertigung bei unserem elektrischen Cabrio bewerben wird“.

Volkswagen-Standort in Osnabrück in der Vergangenheit schwach ausgelastet – Elektroauto könnte das VW-Werk längerfristig sichern

Die Umstellung auf das VW-Elektroauto ist ein entscheidender Bestandteil der Verkehrswende. Es soll dabei helfen, das Klima zu retten – langfristig sichern könnte es im VW-Werk Osnabrück nun auch Arbeitsplätze. Der Standort war in der Vergangenheit wiederholt eher schwach ausgelastet gewesen.

Das VW-Werk in Osnabrück. Das E-Cabrio könnte seine Zukunft sein

Unter VW-Mitarbeitern ist die Sorge vor Arbeitsplatzverlusten verbreitet, nachdem VW-Boss Herbert Diess zuletzt mit Spekulationen über Stellenabbau auf sich aufmerksam gemacht hatte. Diese bezogen sich auf Wolfsburg – doch auch die Mitarbeiter an schwach ausgelasteten Standorten dürften die Diskussion mit Interesse zur Kenntnis genommen haben. Ausgerechnet Diess schürt für den VW-Standort Osnabrück nun Hoffnungen auf bessere Auslastung und eine Zukunft in der E-Mobilität.

Andere VW-Werke erhalten trotzdem den Vorzug in der Umstellung auf das Elektroauto

In der Umstellung auf das VW-Elektroauto sind trotzdem andere VW-Werke am Drücker. Während die Pläne für Osnabrück noch vage sind, wird VW an anderen Standorten schon konkreter. Die Produktion von reinen E-Autos wurde von Volkswagen besonders in Zwickau vorangetrieben. Dort hatte der Autobauer zur Umstellung seiner Mitarbeiter auf den Batteriewagen einen Escape-Room in sein Werk integriert. Auch die VW-Werke in Emden oder Hannover werden jetzt umgerüstet – in Emden wird ebenfalls ein Escape-Room eingerichtet.

In Osnabrück schöpft man nun Hoffnung, wird aber mit der Umstellung noch warten müssen. Zunächst soll das VW-Werk in Osnabrück das VW-Werk in Emden für dessen Umstellung auf das Elektroauto entlasten. Dafür wird ab Sommer ein Teil der Montage der Steilheck-Variante seiner Limousine Arteon von Emden nach Osnabrück verlegt.

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Neben der schwachen Auslastung des Werks war auch der VW-Standort Osnabrück vom akuten Halbleitermangel der letzten Monate* betroffen. Dieser zeigt, vor welchen Problemen die Verkehrswende und das Elektroauto noch immer stehen. Auch die neue Ampel-Koalition hatte angekündigt, die Kaufprämie für Elektroautos wie geplant auslaufen zu lassen*. Der VW-Konzern befindet sich im Umbruch, das heißt auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändert sich vieles – unter anderem in Osnabrück.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Philipp Hülsmann/dpa

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