49 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Elbfährlinie stellt Insolvenzantrag

Cuxhaven/Brunsbüttel - Mehrere haben es schon versucht - ohne Erfolg. Der Fährverkehr zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel ruht, wieder einmal. Diesmal für immer?

Die Elbfährlinie zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel steht vor dem Aus. Die Betreiber stellten am Montag einen Insolvenzantrag am Amtsgericht Cuxhaven. Der Geschäftsführer der Elb-Link Fährgesellschaft, Bernd Bässmann, erwartet, dass die 49 Mitarbeiter noch bis Weihnachten ihren Job verlieren werden. 

"Der Antrag wird jetzt geprüft", sagte Amtsgerichtsdirektor Andreas Frank. Der zuständige Richter werde noch diese Woche über die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens entscheiden. Grund für die finanziellen Probleme sind Forderungen der Schiffseigner nach einer Charterrate pro Tag, die nach Ansicht der Fährgesellschaft viel zu hoch ist.

Kein Darlehen von Kreisen und Gemeinden

Im Oktober hatten die Betreiber den Fährverkehr zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingestellt. Ein Darlehen der Kreise und Gemeinden sollte die Fährleute über den Winter retten. Er habe ursprünglich geplant, die Mitarbeiter bis zum März in Kurzarbeit zu schicken, teilte Bässmann mit. Doch die öffentliche Hand habe ihm eine Absage erteilt. 

Bereits die Vorgängergesellschaft, die Elb-Link-Reederei, war in die Insolvenz gegangen. Sie hatte die Strecke mit zwei Schiffen bedient. Im Mai dieses Jahres war die Fährverbindung dann mit nur einem Schiff wieder gestartet. Dadurch habe sich die Auslastung deutlich verbessert, sagte Bässmann. Seit Mai habe die Fähre rund 180.000 Fahrgäste und 58.000 Autos befördert. 

Fährverbindungen zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gab es schon mehrfach. Von 1999 bis 2001 pendelte die Elbe-Ferry zwischen den Hafenstädten. Ihre Schiffe waren jedoch zu alt für einen verlässlichen und rentablen Betrieb. Auch die Elb-Link-Reederei hatte mit einer Wiederbelebung der Verbindung nach 15 Jahren kein Glück. - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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