Notruf 112

Eislaufen: So erkennt man, ob die Eisfläche noch zu dünn ist oder schon trägt

Der Dauerfrost hat viele Seen gefrieren lassen. Schlittschuhe raus und mit Abstand ein paar Runden drehen. Die DLRG warnt vor einer noch zu dünnen Eisdicke. Dies ist zu tun, wenn man einbricht.

  • Eisflächen in Niedersachsen können schnell zur Gefahr werden.
  • Tipps der DLRG für den Notfall.
  • Mindestens 15 Zentimeter Eisdicke erforderlich.

Update vom 10. Februar: „Es ist eine sehr stabile Wetterlage, die uns auf jeden Fall noch länger beschäftigen wird“, sagte Meteorologe Frank Böttcher vom Deutschen Wetterdienst (DWD). „Wir müssen uns auf einen längeren Winterabschnitt einstellen.“ Die anhaltenden Minusgrade werden laut Böttcher dazu führen, dass Seen und Teiche zufrieren. Er warnte aber explizit davor, diese schon zu betreten. Eine Eisdicke von 15 Zentimetern sei nötig, damit sie sicher trage. Es brauche zehn bis 15 Nächte mit Minusgraden, um das zu erreichen. Vor dem Wochenende sei das Betreten von Eisflächen lebensgefährlich, mahnte der Meteorologe.

Meldung vom 8. Februar: Die Sonne spiegelt sich im Eis eines Sees. In Niedersachsen sind zahlreiche kleinere und größere Gewässer zugefroren. Ausgestattet mit Mütze, Handschuhen und Schal geht es dort hin. Ebenfalls im Gepäck: Schlittschuhe. Aber Achtung: Auch wenn die Eisfläche vertrauenswürdige aussieht, so reichen die Minusgrade er vergangenen Tagen nicht aus, um auf einem See Schlittschuhlaufen zu können.

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät deshalb allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

Grundsätzlich gilt, dass das Eis eine Dicke von 15 Zentimetern bei stehenden und 20 Zentimetern bei fließenden Gewässern haben sollte. In diesem Winter kommt erschwerend hinzu, dass es eine schlechtere Eisqualität gibt. „Wenn es nicht durchgehend friert, sondern zwischendurch taut und vielleicht Schneefall dazukommt, hat das Eis keine durchgehende Dicke und wird schnell brüchig“, erklärt Christoph Penning, Leiter Verbandskommunikation des DLRG-Landesverbandes Niedersachsen. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten. Retter von der DLRG sind auf Nofälle vorbereitet.

So erkennt man, ob die Eisfläche noch zu dünn ist

Die Eisflächen senden Signale aus, auf die jeder achten sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier ist die Gefahr einzubrechen besonders groß. Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen, und sich dann in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

DLRG warnt: Vorsicht: Das Eis trägt noch nicht!

Passanten sollten im Ernstfall vor allem zwei Dinge tun: den Notruf 112 wählen und mit der eingebrochenen Person sprechen. Betroffene sollten wiederum möglichst laut und schnell um Hilfe rufen, falsche Scham oder Zurückhaltung können hier den Tod bedeuten. „Versuchen Sie aus dem Eisloch zu kommen und bewegen Sie sich dabei auf das Ufer zu. Bricht das Eis weiter ein, entfernen Sie sich immerhin nicht weiter vom Ufer“, sagt Christoph Penning. Um die Gefahr so gering als möglich zu halten, sollten diese Punkte beachtet werden:

  • Erkundige dich beim zuständigen Amt, ob das Eis schon trägt.
  • Gehe nie allein aufs Eis.
  • Betritt einen See erst, wenn das Eis 15 Zentimeter dick ist. Ein fließendes Gewässer erst, wenn das Eis 20 Zentimeter dick ist.
  • Gehe nicht gleich an den ersten kalten Tagen aufs Eis.
  • Achte auf Warnungen im Radio und in der Zeitung.
  • Verlasse das Eis sofort, wenn es knistert und knackt.
  • Lege dich flach aufs Eis und bewege dich vorsichtig auf dem gleichen Weg zurück Richtung Ufer, wenn du einzubrechen drohst.
  • Rufe nie um Hilfe, wenn Du nicht wirklich in Gefahr bist, aber hilf anderen, wenn sie Hilfe brauchen.

Wenn man eine Person sieht, die schon ins Eis eingebrochen ist, gelten die Handlungsempfehlungen:

  • Notruf 112 wählen.
  • Sich niemals selber in Gefahr begeben.
  • Wärme den Geretteten mit Decken und trockenen Kleidern wieder auf. Keine Alkohol.
  • Wenn man das Eis betritt, um zu helfen, dann sollte sich der Retter sichern.
  • Um das Gewicht zu verteilen, rette andere mit einem Brett, einer Leiter oder einem umgedrehten Schlitten. Achtung: Die Kanten an der Einbruchstelle können wegbrechen.

In Hamburg muss dies beachtet werden.

Rubriklistenbild: © DLRG Pöcking-Starnberg e.V

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