Staatsanwaltschaft Aurich

Einbrecherbande angeklagt - Zeuge eingeschüchtert

Aurich/Leer - Nach Ermittlungserfolgen gegen Einbrecher in Ostfriesland und im Emsland hat die Staatsanwaltschaft Aurich fünf Verdächtige angeklagt.

Die vier Männer aus dem Landkreis Leer seien zwischen 25 und 32 Jahre alt, eine 28 Jahre alte Frau stamme aus dem Landkreis Emsland, teilte die Staatsanwaltschaft Aurich am Dienstag mit. Ihnen wird schwerer Bandendiebstahl, Raub, Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Sie sollen vom Dezember 2014 bis Oktober 2015 in bis zu 17 Fällen Einbrüche begangen haben.

Ein aufmerksamer Zeuge war der Bande nach weiteren Angaben auf die Schliche gekommen. Drei der jetzt Angeklagten sollen den Mann darauf mit einer Gaspistole und Schlägen gezwungen haben, das Diebesgut anzufassen: Die hinterlassenen Fingerabdrücke sollten den Zeugen abhalten, Anzeige zu erstatten. Bei einer weiteren Aktion zündeten die Einbrecher einen Wagen nach dem Abtransport von Diebesgut an. Den Gesamtschaden bezifferten die Ermittler auf rund 76 000 Euro.

Alle Angeklagten sind in Haft. Für schweren Raub sieht das Gesetz Freiheitsstrafen von nicht unter fünf Jahren vor. Schwerer Bandendiebstahl ist mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bedroht. Brandstiftung wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

Anfang März hatten die Ermittler in Leer die Zerschlagung eines großen kriminellen Netzwerkes im Nordwesten gemeldet. Danach wurden innerhalb von sechs Monaten 35 Verdächtige ermittelt und mehr als 300 Straftaten aufgeklärt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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