Kontrolle möglicher Fluchtrouten

Einbrecher im Visier - Polizei-Aktion auch in Niedersachsen

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Bei einer gemeinsamen Polizei-Aktion werden Fluchtrouten von Einbrecherbanden kontrolliert.

Mainz - Mit einer grenzüberschreitenden Aktion will die Polizei aus drei Bundesländern den Druck auf Einbrecherbanden erhöhen. Schwerpunkt ist der Grenzraum von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zu Belgien und Holland.

Noch bis Donnerstag, 1. Dezember, sollen vor allem mögliche Fluchtrouten der Kriminellen kontrolliert werden, wie ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums am Dienstag sagte. Auch Zollbeamte und die Polizei aus Belgien und Holland sind beteiligt. 

Wie die Innenministerien der drei beteiligten Bundesländer mitteilten, geht die Aktion auf die "Aachener Erklärung" zurück. Die Bundesländer hatten darin Ende Oktober einen verstärkten Kampf gegen Einbrecher vereinbart. Dazu gehören etwa der Austausch von Informationen und gemeinsame Ermittlungsgruppen. 

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) wirbt für die intensive Zusammenarbeit gegen Einbrecherbanden über Ländergrenzen hinweg.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte: „Mit dieser gemeinsamen Aktion verdeutlichen wir nachdrücklich, dass dort, wo unsere Zuständigkeit endet, die Kollegen übernehmen." 

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) verwies auf die Folgen von Einbrüchen, die über das rein Materielle hinausgingen. „Deswegen arbeiten wir jetzt noch intensiver mit unseren Nachbarn im In- und Ausland zusammen, mit der dreitägigen Aktion wollen wir ein deutlich wahrnehmbares Zeichen setzen.“ 

Die Einbruchszahlen in Deutschland sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt rund 167.000 gestiegen - das sind zehn Prozent mehr als 2014.

dpa

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