Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Missstände in Pflegeheim: Justiz durchsucht Einrichtung

Norderney/Aurich - Missstände in einem Pflegeheim auf der Nordseeinsel Norderney haben erneut die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.

Die Behörde in Aurich ließ das Haus am Mittwoch durchsuchen und beschlagnahmte Beweismittel. Das bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. Bei der Razzia sei es um mögliche Unregelmäßigkeiten bei den Taschengeldkonten der Bewohner gegangen. Die Unterlagen müssten ausgewertet werden, um die Vorwürfe sowie die Höhe von möglicherweise nicht ausgezahlten Geldern zu prüfen.

Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt bereits wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen die Heimleitung. Ihr werden pflegerische Versäumnisse vorgeworfen, nachdem Angehörige von Heimbewohnern Mängel öffentlich gemacht hatten. Dem Landkreis Aurich waren bereits 2011 Berichte über Missstände bekannt. Auch dort werden die Vorwürfe geprüft.

Derzeit bemüht sich die Inselgemeinde um eine Lösung für den Weiterbetrieb des insolventen Heims. Die Kommune war bis 2002 selbst Träger der Einrichtung und plant einen Rückkauf.

dpa

Rubriklistenbild: © imago

Das könnte Sie auch interessieren

Katars Gegner stellen Bedingungen für Ende der Blockade

Katars Gegner stellen Bedingungen für Ende der Blockade

Zuversichtlich trotz diverser Enttäuschungen

Zuversichtlich trotz diverser Enttäuschungen

Sturm hinterlässt Schäden: Bahnverkehr erholt sich langsam

Sturm hinterlässt Schäden: Bahnverkehr erholt sich langsam

Camping-Bilder vom Freitag

Camping-Bilder vom Freitag

Meistgelesene Artikel

25-Jähriger zertrümmert Streifenwagen mit der flachen Hand

25-Jähriger zertrümmert Streifenwagen mit der flachen Hand

Fünf Verletzte bei schwerem Unfall auf der A7

Fünf Verletzte bei schwerem Unfall auf der A7

Junger Mann kracht durch Dach von Ziegelei in Tiefe und stirbt

Junger Mann kracht durch Dach von Ziegelei in Tiefe und stirbt

Scheunenbrand in Lohne beschäftigt mehr als 150 Einsatzkräfte

Scheunenbrand in Lohne beschäftigt mehr als 150 Einsatzkräfte

Kommentare