Impfstraße für über 80-Jährige

Drive-in-Impfung in Bremervörde: Autotür auf, Spritze, Autotür zu, weiterfahren

Die Stadt Bremervörde hat am Samstag ihre über 80-jährigen Bürger zu einem besonderes Impf-Angebot in Form eines Drive-ins eingeladen. Der Termin zur Zweitimpfung ist bereits geplant.

Bremervörde - Im Auto sitzend haben am Samstag knapp 480 Seniorinnen und Senioren in der Stadt Bremervörde eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Die Stadt hatte zuvor in einem Schreiben zu diesem Termin eingeladen. Vorab musste ein Termin vereinbart werden.

Bundesland:Niedersachsen
Stadt:Bremervörde
Landkreis:Rotenburg (Wümme)
Einwohner:18.582 (31. Dez. 2019)

Das Angebot richtete sich an Frauen und Männer ab 80 Jahren, die ihren Wohnsitz im Bereich der Stadt Bremervörde haben. Mit der Reservierung des ersten Termins am 13. März, gab es direkt auch den für die Zweitimpfung. Für diese wird am 3. April erneut eine Impfstraße auf dem Markt- und Messegelände aufgebaut. Die Termine konnten vorab telefonisch reserviert werden. Das Angebot richtete sich zudem nicht an die Personen, die bereits einen Termin im Impfzentrum Zeven zugewiesen bekommen hatten, heißt es in dem Informationsschreiben.

Erste Termin der Impfstraße mit 50 Helferinnen und Helfern erfolgreich verlaufen

„Es hat sehr gut geklappt. Alle waren sehr zufrieden“, sagte die Sprecherin des Landkreises Rotenburg, Christine Huchzermeier. Demnach hatte das Deutsche Rote Kreuz die Aktion organisiert und war mit 50 Helferinnen und Helfern im Einsatz. Für die Impfungen waren die mobilen Teams des Impfzentrums zuständig. Die Einsatzleitung lag beim DRK Einsatzzug Rotenburg (Wümme), unterstützt haben die Impfaktion ehrenamtliche Helfer der DLRG Bremervörde und der Freiwilligen Feuerwehr Bremervörde. „Ohne die ganzen ehrenamtlichen Helfer wäre das gar nicht zu schaffen gewesen.“, erklärt Chris Knoblauch, der das Drive-In-Impfen begleitet.

Senioren ab 80 Jahren konnten sich in der Stadt Bremervörde im Drive-in-Verfahren auf dem Beifahrersitz eines Auto gegen Corona impfen lassen.

Bürgermeister Detlev Fischer bestätigt dies in einer Mitteilung des Landkreises: „Insgesamt hatten wir 540 Termine zur Verfügung, 478 Termine wurden innerhalb von zweieinhalb Tagen telefonisch angefragt und reserviert. Die Stadtverwaltung hatte unmittelbar nach dem das Drive-In-Konzept feststand, den in Frage kommenden Personenkreis angeschrieben und im Rathaus innerhalb kürzester Zeit ein eigenes Reservierungssystem auf die Beine gestellt, dass dann auch rege in Anspruch genommen wurde. Gleichzeitig konnten wir auch den ehrenamtlich von den Bremervörder Impfpaten koordinierten Fahrdienst anbieten, der in insgesamt 33 Fällen angefragt wurde. Auch hier konnten alle Anfragen von den Ehrenamtlichen bedient werden.“

Die Frauen und Männer mussten sich vom Beifahrersitz aus zunächst registrieren, dann folgte ein Arztgespräch, die Impfung und abschließend die rund 15-minütige Überwachungsphase. Wie auch zu Terminen im Impfzentrum mussten Ausweis und - soweit vorhanden - der Impfpass mitgebracht werden. Wer Probleme hatte, sollte hupen oder anrufen, wie Huchzermeier sagte. Das Auto sollte nicht verlassen werden. Für Menschen, die niemanden kannten, der sie zur Impfung fahren konnte, wurde ein Fahrdienst angeboten.

Nützliche Tipps gab es vorab, die einen reibungslosen und schnellen Ablauf ermöglichen sollten

Das Informationsschreiben gab zudem den Hinweis, dass es für einen reibungslosen Ablauf von Vorteil wäre, wenn das Aufklärungsmerkblatt sowie der Anamnesebogen für das Arztgespräch vorab ausgefüllt und zum Termin mitgebracht wird. Einen weiteren praktischen Tipp gab es zur Kleidung, die so gewählt werden sollte, dass Schulter und Oberarm des Impfarms leicht zugänglich sind, ohne dass ein Aussteigen notwendig ist.

Senioren ab 80 Jahren können sich in der Stadt Bremervörde im Drive-in-Verfahren auf dem Beifahrersitz eines Auto gegen Corona impfen lassen.

Als Vorteil der Drive-In-Impfung nannte der Landkreis die Geschwindigkeit. Im Impfzentrum müssten für die Stationen mehrere Räume aufgesucht werden. Das koste Zeit - gerade bei Menschen, die weniger mobil sind. Die zweite Drive-In-Impfung in Bremervörde ist für den 3. April geplant. Mit dem Informationsschreiben der Stadt wurde erneut darauf hingewiesen, dass der ebenfalls vereinbarter zweite Termin unbedingt eingehalten werden müsse. „Sie müssen sich zweimal impfen lassen, um den vollen Impfschutz zu bekommen, es ist daher ganz wichtig, dass Sie beide Termine nutzen. Wenn Sie verhindert sein sollten, informieren Sie bitte rechtzeitig das Impfportal“, hieß es.  Mit Material der dpa.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt / picture alliance / dpa

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