Zwölf Jahre Haft

Dreifache Mutter erwürgt: Gericht verhängt lange Freiheitsstrafe

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Der Angeklagte muss zwölf Jahre in Haft.

Aurich - Ein 28-Jähriger aus dem ostfriesischen Aurich muss zwölf Jahre in Haft, weil er seine frühere Freundin erwürgt hat. Das Landgericht Aurich verurteilte ihn am Mittwoch wegen Totschlags an der 20-Jährigen, mit der er zusammen drei Kinder hat.

Der Mann war nach der Tat im Juni vergangenen Jahres zunächst nach Luxemburg geflohen. Seine drei Söhne im Alter von zwei, drei und vier Jahren ließ er mehr als zehn Stunden mit dem Leichnam der Mutter in der Wohnung allein. Das Gericht wertete dies als strafverschärfend. Die traumatisierten Kinder müssten noch sehr lange mit den psychischen Folgen leben, sagte Richter Daniel Hunsmann. 

Die Beziehung des Paares war nach Aussagen von Zeugen seit Jahren von Streit und Versöhnung geprägt gewesen. Trotz gewalttätiger Übergriffe des Mannes und Trennungen gab es immer wieder Annäherungen. Zuletzt hatte der Mann die Frau geschlagen und schließlich mehrere Minuten zu Tode gewürgt, nachdem er sie beim Telefonieren mit einem anderen Mann überrascht hatte. Dabei soll er sie mit beiden Händen zwischen drei und fünf Minuten gewürgt haben. 

„Wer so lange würgt, der will auch den Tod", hieß es von der Staatsanwaltschaft, die zwölf Jahre Haft gefordert hatte. Der Verteidiger beantragte neun Jahre, die Nebenklage wollte lebenslang erreichen. Der Täter habe seiner früheren Partnerin das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben abgesprochen. Die Kammer wollte die Tat jedoch nicht als Mord werten, weil der Mann auch aus Enttäuschung, Verzweiflung, Überforderung oder Eifersucht gehandelt haben könnte. - dpa

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