Untersuchung der Kadaver

Drei verendete Grindwale vor niedersächsischer Küste angespült - Experten vermuten Todesursache

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Drei tote Grindwale sind vor der niedersächsischen Küste angespült worden.

Drei verendete Grindwale sind vor der niedersächsischen Küste im Nationalpark Wattenmeer angetrieben. Nun äußern sich Experten zur Todesursache.

Update, 8. November: Drei verirrte Grindwale sind nach ihrer Strandung an der niedersächsischen Küste vermutlich an Herz-Kreislauf-Versagen verendet. Davon gehen Experten beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) aus. Die toten Wale hätten bei Untersuchungen einen guten Allgemein- und Ernährungszustand gezeigt, sagte Laves-Sprecherin Hiltrud Schrandt am Freitag.

Die geschützten Langflossengrindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. In der flachen Nordsee ist das jedoch problematisch. So war der Magen- und Darmtrakt der Tiere nach Laves-Angaben vollkommen leer - es wurden weder Nahrungsreste noch Fremdkörper nachgewiesen.

Gewebeproben der Grindwale werden jetzt von den Lebensmittel- und Veterinärinstituten Oldenburg und in Hannover weiter untersucht. Bei der ersten Begutachtung hatte ein Laves-Pathologe keine inneren oder äußeren krankhaften Veränderungen festgestellt.

Drei tote Grindwale vor niedersächsischer Küste angespült

Originalmeldung: Juist/Aurich - Wie die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte, wurde ein Kadaver bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt. Ein weiterer Kadaver lag am Rande der Leybucht (Kreis Aurich). Westlich von Borkum in der Außerdem wurde ein dritter toter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen. 

Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) haben alle drei Kadaver untersucht, um eine Seuchengefahr auszuschließen. Außerdem wurden Gewebeproben entnommen.

Grindwale streng geschützt

Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten. Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.

dpa

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