Corona-Virus

Weitere Biontech-Impfung: „Wirkung sinkt sechs Monate nach der Zweitimpfung“

Biontech und Pfizer streben die Zulassung für eine dritte Dosis ihres Corona-Impfstoffes an – und arbeiten an einem extra Corona-Impfstoff gegen die Delta-Variante.

Hannover - Die Impfstoffhersteller BioNTech und Pfizer pochen auf die Zulassung für eine dritte Dosis ihres Corona-Impfstoffs. Die Unternehmen planen, „in den kommenden Wochen“ einen entsprechenden Antrag bei der US-Behörde FDA, der Europäischen Arzneimittel-Agentur und anderen Zulassungsbehörden zu stellen. Der Grund für den Antrag: Die Hersteller sind nun zu der Erkenntnis gekommen, dass zwei Impfungen nicht ausreichen.

UnternehmenBioNTech
Gründung2008
UnternehmenPfizer
Gründung1849

Daten aus Israel hätten darauf hingedeutet, dass die Wirkung der zweiten Impfung nach einem halben Jahr nachlassen würde, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen. „Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung“, ist es dort zu lesen. Eine dritte Dosis sechs Monate nach der zweiten Impfung würde die Zahl der Antikörper um das fünf- bis zehnfache erhöhen, stellen Biontech und Pfizer klar.

Bei den Impfstoffen von BioNTech und Pfizer könnten schon bald Drittimpfungen nötig sein.

Schutzwirkung von Corona-Impfungen: Laut Behörden würden zwei Impfungen vorerst reichen

Die US-Behörden FDA und die Gesundheitsbehörde CDC stellten nach dem Statement von BioNTech und Pfizer klar, dass Bürger, die vollständig – also zweimal – geimpft seien derzeit keine Auffrischungsimpfung brauchen würden.

Dennoch sei man darauf vorbereitet, falls wissenschaftliche Erkenntnisse die Notwendigkeit einer dritten Impfung bestätigen würden. Viel wichtiger sei es, alle Menschen zweimal zu impfen, anstatt weniger Menschen dreimal.

Corona-Impfstoff: Biontech entwickelt extra Vakzin gegen die Delta-Variante

Neben den Drittimpfungen haben Pfizer und Biontech am Freitag, 9. Juli angekündigt, einen extra Impfstoff gegen die Delta-Variante zu entwickeln. Bereits 20.000 Impfdosen seien dafür in Mainz bereits hergestellt wurden, berichtet Spiegel online.

Die Delta-Variante verschärft auf vielen Teilen der Welt derzeit die Corona-Pandemie. In den Niederlanden steigen die Zahlen beispielsweise rapide, genauso wie in Großbritannien, wo die Regierung trotz Kritik umfangreiche Lockerungen ab dem 19. Juli plant. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Friso Gentsch

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