DLRG legt Bilanz vor

25 Prozent mehr Badetote in Deutschland

Hannover - Der heiße Sommer hat bundesweit die Zahl der Badetoten 2015 steigen lassen. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in deutschen Gewässern mindestens 488 Menschen ums Leben gekommen. Das sind fast 100 mehr als 2014.

In Niedersachsen blieb die Zahl der Opfer weitgehend konstant. Gefahr lauert in Flüssen oder Seen. „Die Küsten sind sicher“, heißt es beim DLRG. Selbstüberschätzung und Leichtsinn: In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 50 Menschen ertrunken. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Hannover mitteilte, bestehe für Schwimmer vor allem in Binnengewässern Gefahr. 2015 starben in Flüssen, Seen und Teichen 30 Menschen. Die Küsten seien aber sicher. In der Nordsee ertranken drei Menschen. Insgesamt seien das etwa so viele wie in den Jahren zuvor.

Niedersachsen verzeichnet die viertmeisten Badetoten im Vergleich der Bundesländer. Nur in Bayern (112), Nordrhein-Westfalen (70) und Baden-Württemberg (55) starben mehr Menschen im Wasser. In Bremen ertranken acht Menschen. Auch hier ist die Zahl in den vergangenen Jahren ähnlich geblieben. Nur in Thüringen und im Saarland (jeweils sieben) starben weniger Schwimmer. 80 Prozent der Opfer waren männlich, das entspricht dem Bundesdurchschnitt. Laut DLRG liege das vor allem an männlicher Selbstüberschätzung und Leichtsinnigkeit. Mehr als 50 Prozent der tödlichen Unfälle passierten in den Sommermonaten zwischen Mai und September. „Die Küsten sind sicher“, betonte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Für die Binnengewässer forderte der DLRG allerdings mehr Aufmerksamkeit von den Kommunen. Eine Gefahrenanalyse für Flüsse und Seen sei angesichts der aktuellen Zahlen sinnvoll und notwendig. Seit Jahren setzt sich die Organisation zudem bereits gegen die Schließung von Frei- und Schwimmbädern ein. Nur so könnten Kinder ausreichend sicher schwimmen lernen und Ältere ihre Fitness halten. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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