Briefwahl-Nachfrage ist riesig

Schon ein Superlativ zur Kommunalwahl in Niedersachsen

Zumindest einen Superlativ hat die Kommunalwahl in Niedersachsen schon. Wohl noch nie wurden so viele Anträge zur Briefwahl gestellt.

Hannover - Vor der Kommunalwahl in Niedersachsen am 12. September und der Bundestagswahl am 26. September ist das Interesse an einer Briefwahl in Niedersachsen höher als bei vergangenen Wahlen. Unter anderem wegen der Corona-Pandemie liegt die Zahl der Briefwähler deutlich über der bei den vorangegangenen Wahlen. Zur Kommunalwahl am 12. September gingen in manchen Städten bis Ende August schon mehr Briefwahlanträge ein als bei der vorigen im Jahr 2016 insgesamt. Im Live-Ticker zur Kommunalwahl in Niedersachsen berichtet kreiszeitung.de am Sonntag, 12. September 2021, über die aktuellen Entwicklungen, die Ergebnisse, die gewählten Bürgermeister und Landräte.

Kommunalwahl in Niedersachsen: Sprunghafter Anstieg bei Briefwahl

In Hannover waren es nach Angaben eines Sprechers für die Kommunalwahl bis Ende August etwa 57 000 Briefwahlanträge. Für die Kommunalwahl im Jahr 2016 waren es insgesamt knapp 48 000 Anträge. Teilweise „das Dreifache im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl“, wie Wahlleiterin Katrin Albertus-Hirschfeld aus Dötlingen im Landkreis Oldenburg berichtet.

Die Briefwahl hat begonnen: Jan-Luca Donhöfner tütet die Wahlunterlagen ein, die verschickt werden.

Besonders die Online-Formulare sind nach Angaben der Stadt Braunschweig für die Antragsstellung beliebt und werden verstärkt von Wahlberechtigten genutzt. „Die steigende Tendenz, die Briefwahl für die Stimmabgabe zu nutzen, ist ungebrochen seit vielen Jahren festzustellen. Die aktuelle Infektionslage verstärkt diese Tendenz nochmals erheblich“, sagte die Sprecherin der Stadt Braunschweig, Shirin Schönberg.

Briefwahlstellen in Niedersachsen öffnen: Briefwahl zur Kommunal- und zur Bundestagswahl möglich

Am Sontag, 12. September 2021, werden in ganz Niedersachsen die Abgeordneten in den kommunalen Vertretungen wie Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten, Samtgemeinderäten, Stadtbezirksräten sowie Ortsräten gewählt. Außerdem finden in rund 280 Landkreisen, Städten und Gemeinde die Direktwahlen von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten statt. Je nach Wahl haben die Wahlberechtigten unterschiedlich viele Stimmen. Bis zu drei Kreuze können frei vergeben werden.

Briefwahl in der Region Hannover

Bis Ende August hat die Landeshauptstadt Hannover für die Kommunalwahl etwa 57 000 Briefwahlanträge erhalten. Bei der Kommunalwahl 2016 waren es knapp 48 000 Briefstimmen insgesamt. Für die Bundestagswahl wurden bis Ende August etwa 33 000 Wahlscheine beantragt. „Insbesondere die Zahlen der Kommunalwahlen bestätigen unsere vorherige Erwartung, dass die Nachfrage nach Briefwahl in diesem Jahr besonders hoch ist“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Was das für die Wahlbeteiligung bedeute, werde sich aber erst am Wahltag zeigen.

Briefwahl in Braunschweig

Besonders die Online-Formulare sind nach Angaben der Stadt Braunschweig für die Antragsstellung beliebt und werden viel genutzt. „Die steigende Tendenz, die Briefwahl für die Stimmabgabe zu nutzen, ist ungebrochen seit vielen Jahren festzustellen. Die aktuelle Infektionslage verstärkt diese Tendenz nochmals erheblich“, sagte die Sprecherin der Stadt, Shirin Schönberg.

Insgesamt hat die Stadt Braunschweig bislang knapp 41 000 Briefwahlunterlagen zur Kommunalwahl ausgestellt. Fünf Jahre zuvor hatten 30 200 Wähler per Brief gewählt. Zur Bundestagswahl gingen bis vier Wochen vor der Wahl 24 000 Anträge auf Briefwahl ein - deutlich mehr als im Jahr 2017.

Briefwahl in Oldenburg

Auch die Stadt Oldenburg bekommt mehr Briefwahlanträge zur Kommunalwahl als 2016. Ein Sprecher der Stadt Oldenburg rechnete mit einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent bei der Kommunalwahl, das mache etwa 68 000 Wähler aus. Davon würden 50 Prozent per Brief wählen, also etwa 35 000 Stimmen. Der Schätzung zufolge wären das mehr als doppelt so viele Briefwähler als im Jahr 2016.

Briefwahl in Wolfsburg

Knapp 14 700 Wahlberechtigte in Wolfsburg haben ihre Briefwahlunterlagen für die Kommunalwahl bis Ende August erhalten. 2016 seien es bis gut zwei Wochen vor der Wahl knapp 7700 gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt. Dementsprechend sei mit einer Verdoppelung der Briefwähler im Vergleich zu 2016 zu rechnen. Die Zahl der Briefwahlvorstände sei von der Stadt entsprechend aufgestockt worden. Bis Ende August hätten etwa 15 Prozent der Bevölkerung ihre Stimme für die Kommunalwahl bereits abgegeben.

Briefwahl in Osnabrück

Das Briefwahlaufkommen in Osnabrück ist nach Angaben eines Sprechers wie erwartet sehr hoch. Für die Kommunalwahl habe die Stadt bis Ende August mehr als 35 000 Wahlscheine versandt. Dies entspreche einer Briefwahlquote von 26 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2016 verzeichnete die Stadt insgesamt eine Quote von knapp 11 Prozent. Für die Bundestagswahl am 26. September seien bisher etwa 7500 Wahlscheine beantragt worden. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Menker

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