Nach Schiffs-Kollision bei Weener

Bahn will bei Wiederaufbau der Friesenbrücke Dampf machen

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Zerstörte Friesenbrücke

Weener/Berlin - Die Deutsche Bahn will die durch ein Frachtschiff zerstörte längste deutsche Klappbrücke, die Friesenbrücke über die Ems, möglichst schnell wiederaufbauen.

Das ist das Ergebnis eines Spitzentreffens von Bahnchef Rüdiger Grube mit Vertretern der Region und Fachleuten am Dienstag in Berlin, wie die Bahn mitteilte. Die Bahn wolle alle Möglichkeiten für einen schnellen Wiederaufbau nutzen. Mit einem Abschluss der Bestandsaufnahme an der zerstörten Brücke bei Weener werde aber erst im September gerechnet.

Erst dann lasse sich sagen, wie die Brücke wiederaufgebaut werden kann und wann eine Wiederinbetriebnahme möglich ist. Der 100 Meter lange Frachter "Emsmoon" war am Abend des 3. Dezember in die geschlossene Friesenbrücke gekracht und hatte sie in ihren Grundfesten verschoben. Über die Brücke verläuft die Regionalstrecke der Bahn von Leer ins niederländische Groningen.

Auf einen schnellen Wiederaufbau der Brücke wird sowohl im Emsland und insbesondere in den Niederlanden gepocht, wo es Pläne für einen Ausbau der Bahn für schnelle Züge Richtung Bremen und Hamburg gibt. Wie die Bahn erklärte, müsse die weitere Nutzungsfähigkeit der im Wasser ruhenden Brückenpfeiler aufwendig mittels Unterwassersondierung untersucht werden.

Ursprünglich mit fünf Jahren Wiederaufbau gerechnet

Auch habe das 250 Tonnen schwere Gegengewichts des Klappsegments der Brücke noch nicht aus dem Fluss geborgen werden können. Die Bahn hatte zunächst erklärt, dass die Brücke frühestens in fünf Jahren wieder befahrbar sein wird. Favorisiert worden war zunächst ein Neubau, inzwischen wird auch eine Reparatur geprüft.

dpa

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