Coronavirus

Delta-Variante: US-Behörde empfiehlt Corona-Impfung für Schwangere

Die US-Behörde CDC spricht eine Empfehlung im Kampf gegen Corona aus: Schwangere sollten sich impfen lassen.

Washington – Das Center of Disease Control und Prevention (CDC) empfiehlt, dass schwangere Frauen sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Damit passt die US-Behörde für Krankheitsheitskontrolle und Prävention ihren Rat für schwangere Frauen an, da es keine Hinweise auf ein höheres Risiko für gesteigerte Fehlgeburten bei jenen gibt, die immunisiert sind.

Land: USA
Präsident:Joe Biden
Bevölkerung:328,2 Millionen (2019)
Hauptstadt:Washington, D.C.

Aufgrund der hohen Inzidenzen, der niedrigen Impf-Zahlen bei Schwangeren und den zunehmenden Corona-Neuinfektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante könnte der schleppenden Impf-Kampagne in den USA vielleicht einen neuen Schub zu verpassen.

Basierend auf neuen Belegen über die Sicherheit und Effektivität der Covid-Impfstoffe, empfiehlt die CDC, dass schwangere Menschen sich gegen Covid-19 impfen lassen sollte, heißt es in einer Pressemitteilung der US-Behörde. „Eine Covid-19-Impfung empfiehlt sich für alle Menschen, die zwölf Jahre oder älter sind, was Menschen beinhaltet, die schwanger sind, stillen, versuchen schwanger zu werden oder es in der Zukunft werden wollen.“

Delta-Variante in den USA: Nur 23 Prozent der schwangeren Frauen verfügen über eine Covid-19-Erstimpfung

Denn nur 23 Prozent der schwangeren Frauen in den USA haben eine Erstimpfung erhalten. Die Empfehlung der CDC kommt zwei Tage, nachdem 20 Gesundheitsorganisation dafür plädiert haben, die Corona-Impfungen bei schwangeren Frauen oder jenen, die planen es zu werden, voranzutreiben. Diese gilt für alle drei Covid-19-Impfstoffe.

Allerdings gilt es bei Johnsons & Johnson die Empfehlung noch etwas mit Vorsicht zu genießen, da im Gegensatu zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna noch nicht aussagekräftig genug sei, äußerte sich ein Sprecher der CDC gegenüber der Washington Post.

Inzidenz in den USA: Die Corona-Neuinfektionen explodieren – Kritik an Gouverneur Abbott in Texas

Die Inzidenz in den USA steigt. Die Neuinfektionen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 explodieren wieder. Vor allem die Corona-Lage in den amerikanischen Bundesstaaten Texas und Louisiana ist bedenklich. Die Covid-19-Infektionszahlen im Bundesstaat Texas kommen auf immer höhere Werte. Die Krankenhäuser sind mit der Behandlung von Menschen, die schwer an Covid-19 erkrankt sind, überlastet.

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, will nun handeln. Doch genau dies steht heftig in der Kritik: Weder will er zum Impfen auffordern, noch ist er an einer Maskenpflicht interessiert. Der Politiker hat sogar verboten, dass Masken in Texas verpflichtend sind. Am Montag setzte ein Richter in Dallas das Verbot per einstweiliger Verfügung aus. Von Abbott kam zunächst kein Kommentar.

Corona-Inzidenz USA: Zunahme von Delta-Variante und Impfverweigerern. (kreiszeitung.de-Montage)

Währenddessen probt San Antonio bereits den Aufstand. Ein Richter des Amtsgerichts gab einem Antrag statt, der den Weg für eine Maskenpflicht für Angestellte in öffentlichen Gebäuden freimacht. Nur eine vorübergehende Entscheidung, da gegen das Urteil Einspruch erhoben werden kann.

Ähnliches könnte sich auch in Florida abspielen. Dort hat der hiesige republikanische Gouverneur Ron DeSantis mit „finanziellen Konsequenzen“ für Angestellte des öffentlichen Dienstes gedroht, falls diese seinem Verbot der Maskenpflicht die Stirn bieten.

Inzidenz in den USA: Krankenhäuser sollen nur bedrohliche Krankheiten behandeln – beinahe 120.000 Menschen infizieren sich täglich

Abbott unterdessen ermunterte die Kliniken in Texas dazu, Menschen mit weniger bedrohlichen Krankheiten nicht zu behandeln. Und damit ist er nur einer von vielen US-amerikanischen Politikern, die den Bürgerinnen und Bürgern freistellen, wie sie mit der Pandemie umgehen wollen – egal, wie viele Menschen sich am Virus infizieren.

Beinahe 120.000 Menschen infizieren sich momentan täglich in den USA mit dem Corona-Virus. In den vergangenen zwei Wochen haben sich somit die Zahlen verdoppelt.

Über 66.000 Menschen an einem Tag ins Krankenhaus eingeliefert und Inzidenz explodiert seit dem 1. Juni 2021

In dem Zeitraum zwischen dem 1. Juni und 11. August 2021 ist die Inzidenz in den USA von 26,4 auf 246,8 gestiegen. Alleine am 10. August wurden über 66.000 Menschen in den gesamten Vereinigten Staaten ins Krankenhaus eingewiesen und insgesamt registrierte das Gesundheitssystem 816 neue Todesfälle (Stand: 11. August 2021) im Zusammenhang mit Sars-CoV-2.

US-Präsident Joe Biden zeigt sich über Staaten wie Texas und Florida verärgert.

Besonders hoch sind die Zahlen in Staaten mit niedrigen Impfquoten: neben Texas, etwa in Florida, Louisiana und in Arkansas. In Louisiana steckten sich am 10. August alleine 120 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus an. Besonders besorgniserregend, weil die Delta-Variante derzeit als vorherrschende Corona-Mutante in den USA wütet.

Inzidenz in den USA: Delta-Variante zieht ihre Kreise – so viele Corona-Neuinfektionen bei Kindern wie seit Januar 2021 nicht mehr

Die Delta-Variante* breitet sich besonders in der ungeimpften Bevölkerung aus, auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Fälle, die in der Klinik behandelt werden müssen, häufen sich. Nach Angaben des Spiegel-Magazins kamen allein in der ersten August-Woche durchschnittlich 203 Kinder täglich ins Krankenhaus, in der Woche zuvor waren es 168.

Ich sage diesen Gouverneuren: Bitte helft. Aber wenn ihr nicht helft, dann steht uns wenigstens nicht im Weg.

Joe Biden, Präsident der Vereinigten Staaten

Zuletzt hatte es in dieser Altersgruppe im Januar so viele Einlieferungen gegeben, als die letzte Coronawelle ihren Höhepunkt in den USA hatte.

Präsident Joe Biden drängt auf Impfpflicht für Regierungsbeamte – Kalifornien führt Corona-Impfpflichtlicht für Lehrer ein

Lediglich etwas mehr als die Hälfte der US-Bürger ist vollständig geimpft*. Auffällig ist, dass demokratische Bundesstaaten anders vorgehen als republikanische. Im Washington D.C. zum Beispiel drängt die Regierung darauf, dass bis Mitte Oktober sämtliche Mitarbeitende des Staates und medizinisches Personal geimpft* sind oder sich wöchentlich testen lassen. Ähnliche Anweisungen werden im Bundesstaat Hawaii erwartet.

Kalifornien ist seit dem 11. August der erste Bundesstaat in den USA, der seine Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulbedienstete zu einer Corona-Impfung verpflichtet. Ansonsten müssen dieses regelmäßig negative Corona-Tests vorweisen.

Empfehlung von CDC und Entscheidung in Florida positives Signal im Kampf gegen Corona und steigende Inzidenz in den USA

US-Präsident Joe Biden zeigte sich über die Entscheidungen der Gouverneure in Florida, Texas und Louisiana zunehmen verärgert. „Ich sage diesen Gouverneuren: Bitte helft. Aber wenn ihr nicht helft, dann steht uns wenigstens nicht im Weg“, sagte Biden kürzlich.

Die Entscheidung in Kalifornien und die Empfehlung von der CDC könnte seinen Zorn vielleicht etwas zügeln. Wenigstens sind sie ein positives Zeichen, dass die Inzidenz-Kurve vielleicht bald wieder in die richtige Richtung zeigt.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Chris Emil Janßen/John Angelillo/IMAGO & Ahmad Kamal/dpa

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