Justizministerium schaltet sich ein 

Fehlersuche nach Vergewaltigung von Therapeutin

Delmenhorst/Lingen - Während eines Freigangs hat ein Sexualstraftäter seine Begleiterin vergewaltigt - jetzt prüft das Justizministerium den Fall.

Bisher seien keine Regelverstöße oder fachliche Fehler zu erkennen, sagte Ministeriumssprecherin Marika Tödt am Mittwoch in Hannover. "Es ist kein ungewöhnlicher Fall, dass eine Mitarbeiterin so einen Straftäter begleitet."

Der 27-Jährige hatte am Montag einen Ausgang genutzt, um die Justizbedienstete in einem Haus in Delmenhorst in seine Gewalt zu bringen und zu missbrauchen. Anschließend erhängte er sich.

Nach dpa-Informationen handelte es sich um die Therapeutin des Häftlings. Das hatte zuvor auch die "Bild"-Zeitung berichtet. Das Ministerium machte keine näheren Angaben zu der Frau.

Der Gefangene war wegen sexueller Nötigung in Spanien zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, im Mai 2015 wurde er in ein Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter in Lingen aufgenommen. Im Sommer 2018 sollte er entlassen werden. Zuvor war bei 50 begleiteten Ausgängen nichts passiert. Auch die vergewaltigte Frau hatte ihn laut Ministerium schon mehrmals begleitet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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