Ermittlungen gegen zwei Personen

Zwei Tote nach Messerattacken in Delmenhorst: Mann aus U-Haft entlassen

Ein Mann hat am Sonntag, 3. Oktober, in Delmenhorst einen anderen Mann mit einem Messer erstochen und eine Frau verletzt. Sie starb später in einem Krankenhaus. Einer der Verdächtigen wurde mittlerweile wieder aus der U-Haft entlassen.

Update von Dienstag, 19. Oktober: Erste Ermittlungen der Polizei Delmenhorst hatten neben dem 34-jährigen mutmaßlichen Haupttäter Hinweise auf eine Beteiligung durch einen 43-jährigen Delmenhorster ergeben. Das Amtsgericht Delmenhorst hatte gegen den Mann daraufhin eine Untersuchungshaft angeordnet. Dies teilten die Beamten nun in einer weiteren Pressemeldung mit.

Im Rahmen der Folgeermittlungen konnte demnach der dringende Tatverdacht gegen den 43-Jährigen nicht weiter aufrechterhalten werden, sodass dieser auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Montag, 18. Oktober, aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Die Ermittlungen der Mordkommission gegen den 43-Jährigen dauern jedoch weiter an, heißt es abschließend in der Meldung.

Update von Dienstag, 5. Oktober: Der 34-jährige Tatverdächtige wurde noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Delmenhorst eine Untersuchungshaft angeordnet. Der Mann wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

Darüber hinaus haben erste Ermittlungen Hinweise auf einen möglichen Gehilfen ergeben. Ein 43-jähriger Delmenhorster mit Migrationshintergrund wurde ebenfalls noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Auch gegen den 43-Jährigen wurde eine Untersuchungshaft angeordnet.

Das Obduktionsergebnis bestätigt den Tod des 23-Jährigen durch Gewalteinwirkung in Form von Einstichen, die vermutlich auf ein Messer als Tatmittel hindeuten.

Artikel vom Montag, 4. Oktober: Tödlicher Ausgang des Wochenendes: In Delmenhorst ist am Sonntagabend, 3. Oktober 2021, ein Mann getötet worden, eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Anschließend wurde noch in der Nacht vom Sonntag auf Montag, 4. Oktober, ein Tatverdächtiger in Bremen-Gröpelingen festgenommen.

Stadt in Niedersachsen:Delmenhorst
Fläche:62,36 km²
Einwohner:77.607

In einer am Montagmittag veröffentlichten Pressemeldung berichtete die Polizei erstmals ausführlich von den Taten. Zuvor äußerten sich die Beamten nur zu einzelnen Punkten. Der Meldung zufolge wurden den Einsatzkräften der Polizei Delmenhorst am Sonntag gegen 20:45 Uhr eine tödlich verletzte Person in einer Gaststätte in der Mühlenstraße und eine schwer verletzte Person in der Grünen Straße gemeldet.

Messer-Attacke in Delmenhorst: Zwei Tatorte – Verdächtiger festgenommen

Ein 34-jähriger Delmenhorster stach demnach in der Gaststätte auf einen 23-jährigen Delmenhorster ein und verletzte diesen tödlich. Darüber hinaus sei eine 27-jährige Delmenhorsterin in der Grünen Straße lebensgefährlich verletzt. Der Verdächtige habe auch auf die Frau eingestochen.

Daraufhin flüchtete der Mann laut Angaben der Polizei, konnte noch in der Nacht in Bremen-Gröpelingen festgenommen werden. Der 34-Jährige musste demnach zuerst ärztlich behandelt werden.

Nach zwei Messer-Attacken in Delmenhorst am Sonntagabend, bei denen ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt wurde, hat die Polizei in Bremen einen Tatverdächtigen festgenommen.

Vor der Gaststätte in der Mühlenstraße kam es laut der Polizeimeldung von Sprecherin Ricarda von Seggern nach der Tat „zu tumultartigen Szenen unter Beteiligung von emotionalen Personengruppen“. Diese seien durch den Einsatz mehrerer Polizeikräfte beruhigt worden.

Die Beziehungsverhältnisse der beteiligten Personen sind laut der Sprecherin der Polizei noch nicht abschließend geklärt, die Staatsanwaltschaft Oldenburg gehe aktuell – also am Montagmittag – jedoch von einer Beziehungstat aus. Verwandte der Opfer gehen sogar einen Schritt weiter. „Es war ein Ehrenmord“, erklärten sie in der Nacht auf Montag gegenüber kreiszeitung.de.

Messer-Attacken in Delmenhorst: Frau nicht mehr in Lebensgefahr

Die 27-Jährige schwebte am Montag auf der Polizeisprecherin nicht mehr in Lebensgefahr, ihr Zustand sei stabil. Eine Obduktion des Leichnams werde noch am Montag durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg werde darüber hinaus ebenfalls am Montag bei dem zuständigen Amtsgericht Delmenhorst einen Haftbefehlsantrag gegen den 34-Jährigen stellen. Der Täter werde noch an diesem dem Haftrichter vorgeführt.

Die verletzte Frau soll laut ersten Zeugenaussagen die Ehefrau des Tatverdächtigen sein, das Opfer der tödlichen Messer-Attacke in Delmenhorst ihr Liebhaber. Nach der Tat wurde eine Hundestaffel eingesetzt und eine ausführliche Kontrolle bei einer Gruppe durchgeführt, die wahrscheinlich teilweise zur Familie der Ehefrau, des Opfers sowie des mutmaßlichen Täters gehörte.

Neben Messer-Attacke in Delmenhorst: Weitere Polizeieinsätze in Niedersachsen

Auch an anderen Orten als bei der tödlichen Messer-Attacke in Delmenhorst hat es in Niedersachsen zuletzt diverse Einsätze der Polizei gegeben. So wurden bei einem schweren Unfall in Barßel im Landkreis Cloppenburg mehrere Personen verletzt. Neben Rettungskräften am Boden wurde auch ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Auf der A26 bei Stade krachte eine Geisterfahrerin frontal in ein Auto, bei dem Unfall starben zwei Menschen. (mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Transparenzhinweis: Dieser Text wurde zuletzt am 4. Oktober 2021 um 12:25 Uhr um Angaben der Polizei ergänzt.

Rubriklistenbild: © Jörn Hüneke

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