Ermittlungsergebnisse liegen vor

Feuer in Delmenhorster Hochhaus war Brandstiftung

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Das Feuer hatte seinen Ursprung im achten Stock des Hauses.

Delmenhorst - Bei einem Feuer in einem achtstöckigen Haus in Delmenhorst sind drei Menschen verletzt worden. Sie wurden unter anderem wegen einer Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt.

Update, 20. Oktober +++ Wohl Brandstiftung +++
Die Ermittler gehen nach den Untersuchungen am Brandort von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen nach dem Täter wurden aufgenommen, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben machen die Beamten aus „ermittlungstaktischen Gründen“ zurzeit nicht. Die Aufräum- und Sanierungsarbeiten des betroffenen Gebäudeteils dauern an.

Der Vorfall:

Rund 110 Bewohner wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht, wie die Polizei in der Nacht zum Montag mitteilte. Etwa die Hälfte davon lebte in dem betroffenen Gebäude, die anderen in zwei Nachbarhäusern.

Der Brand war am späten Sonntagabend ausgebrochen. Die Flammen schlugen aus dem Dachstuhl des achtstöckigen Gebäudes, Anwohner riefen die Feuerwehr. Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die Flammen waren wahrscheinlich auf dem unbewohnten Dachboden ausgebrochen.

Weil die Einsatzkräfte nicht ausschließen konnten, dass der Brand auf die Nachbarhäuser übergreifen könnte, wurden auch diese Gebäude evakuiert. „Es war ein intensiver Brand“, sagte der Feuerwehr-Fachdienstleiter der Stadt Delmenhorst, Thomas Stalinski. „Das Dach ist teilweise eingestürzt.“

Unterkunft in Schule und Notunterkünften

Die Betroffenen - darunter auch Familien - kamen zunächst in einer nahegelegenen Grundschule unter. Helfer von Sanitätsdiensten kümmerten sich um die Menschen. Am frühen Morgen konnten die Bewohner der Nachbarhäuser zurück in ihre Wohnungen, die rund 50 Menschen aus dem Brandhaus kamen überwiegend bei Verwandten oder Bekannten unter. Für alle anderen gebe es Notunterkünfte, sagte Polizeisprecher Albert Seegers.

Ob das betroffene Hochhaus wieder bewohnbar sein wird, war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Feuerwehr-Fachdienstleiter Stalinski, der in der Nacht vor Ort war, zeigte sich optimistisch, dass die Bewohner zurück in ihre Wohnungen können. „Ich denke, das wird wieder herrichtbar sein.“

Hohe sechsstellige Schadenssumme

Der Brandort wurde nach Polizeiangaben beschlagnahmt und wird nun umfassend untersucht. „Die Ermittlungen laufen.“ Der Schaden liege nach ersten Schätzungen bei einer hohen sechsstelligen Summe.

Die Feuerwehr war am späten Abend und in der Nacht mit rund 130 Leuten im Einsatz. Etwa 20 Fahrzeuge waren vor Ort, darunter Lösch- und Rettungswagen. Die Einsatzkräfte setzten hohe Drehleitern ein, um die Flammen zu bekämpfen. „Gegen 2 Uhr war das Feuer unter Kontrolle“, sagte Stalinski. Komplett gelöscht war alles gegen 5 Uhr.

dpa

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