Neue Ausschreibung notwendig

Deichbau auf Wangerooge nach Firmenpleite gestoppt

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Auf Wangerooge ruhen im Moment die Deichbauarbeiten.

Wangerooge/Wilhelmshaven - Nach der Insolvenz einer Baufirma sind die Arbeiten am wichtigsten Deich der Insel Wangerooge gestoppt. Das Projekt müsse jetzt für eine Fortsetzung europaweit ausgeschrieben werden, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven am Dienstag.

Zuvor hatte der NDR über die Unterbrechung der Bauarbeiten berichtet. Probleme beim Küstenschutz sieht die Behörde jedoch nicht. Der Deich werde regelmäßig überwacht, bei Bedarf würden kleinere Schwachstellen umgehend repariert, sagte der Sprecher. 

Für die Erneuerung des drei Kilometer langen Deckwerkes im Westen der Insel waren ursprünglich rund 45 Millionen Euro eingeplant. Ob es bei den Kosten und der auf drei Jahre geschätzten Bauzeit bleibt, ist unklar. Die Bauarbeiten hatten im Sommer begonnen.

Urlauber sind nicht betroffen

Seitdem wurden bereits rund die Hälfte der 400.000 Tonnen Granitblöcke aus Skandinavien angelandet. Wann die Arbeiten weitergehen, steht erst nach der Auftragsvergabe fest. Urlauber am fernab gelegenen Badestrand sind von dem Bauprojekt nicht betroffen. 

Niedersachsen will in diesem Jahr fast 62 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgeben. Schwerpunkte sind die ostfriesischen Inseln, die als vorgelagerte Bollwerke dienen. Die Deichlinien schützen ein rund 6600 Quadratkilometer großes Siedlungsgebiet mit 1,2 Millionen Menschen.

dpa

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