Umzug findet statt

Damme und Ganderkesee feiern Karneval - andere Orte wollen nachziehen

Am 11.11. ist es wieder soweit: Die Karnevals-Saison startet. Damme und Ganderkesee planen jeweils Umzüge für Februar - teilweise mit der 2G-Regel.

Damme - Corona sollen den Narren in der bevorstehenden Karnevalssession keinen Strich durch die Rechnung machen. Wie der NDR und die Oldenburgische Volkszeitung berichten, plant die Dammer Carnevalsgesellschaft Prunk-Sitzungen und einen Straßenumzug für Februar. Auch in anderen Städten außerhalb der Rhein-Main-Hochburgen soll gefeiert werden. Die Planungen in Braunschweig und Osnabrück sind angelaufen. Viele Karnevalsveranstaltungen mussten 2020/21 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Karneval, Fasching, FastnachtZeit vor der 40-tägigen Fastenzeit
Bedeutung FastnachtVorabend vor der Fastenzeit
Charakteristisches MerkmalGleichheit von Mächtige und Niedere
Älteste bekannte literarische Erwähnung1206, in Parzival

In Damme sollen die Veranstaltungen nach Abstimmung des sogenannten Elferrats mit der Stadt, Rettungsdiensten sowie Polizei und Feuerwehr mit einer 2G-Regelung stattfinden. Das heißt: Nur wer geimpft oder genesen ist, bekommt Zutritt zu den Veranstaltungen. Immer vorausgesetzt, dass sich die Coronalage nicht extrem verschlimmert. Entsprechend lautet das Motto: Wir meistern einfach jede Krise! Auftakt ist traditionell am 11.11. um 11.11 Uhr beim Dammer Narrendenkmal, anschließend wird der Dammer „Ehrennarren“ ernannt.

In der vergangenen Session hatten die Dammer Narren wegen der Corona-Pandemie und hoher Inzidenzzahlen alle Veranstaltungen abgesagt. „In diesem Jahr stellt sich die Lage deutlich anders dar“, teilte die Carnevalsgesellschaft mit. Die Inzidenzwerte und die Krankenhausbelegungen befänden sich seit Wochen auf niedrigem Stand, zudem sei der größte Teil der Bevölkerung geimpft. Mit der 2G-Regel könne größtmögliche Akzeptanz und ein Sicherheitsgefühl geschaffen werden, das es brauche, um unbeschwert in Damme Karneval zu feiern, hieß es in der Mitteilung.

Karnevalsumzug in Damme mit 2G-Regel

Ein Höhepunkt sind die Karnevalsumzüge. Geplant ist, dass sie mit 2G-Regelung stattfinden. Dann entfällt laut dem Verein für alle Teilnehmer des Umzuges die Abstands- und Maskenpflicht. Die Gruppen sollen dafür der Carnevalsgesellschaft versichern, dass alle Karnevalisten geimpft oder genesen sind.

Einen großen Umzug plant auch Ganderkesee. Am 26. Februar soll der über drei Kilometer lange Tross sich durch die Stadt ziehen. Weitere Informationen, ob die 2G- oder 3G-Regel gilt, sind auf der Homepage noch nicht veröffentlicht. Ob es Anfang 2022 eine Karnevalssitzung beim MTV Riede (Landkreis Verden) geben ist, ist noch offen. Ob Umzug oder Veranstaltung, ohne Berliner ist es jedenfalls nicht vorstellbar.

Wahrscheinlich wird das Coronavirus auf einigen Karnevals-Mottowagen ein Thema sein.

Auch in Braunschweig rechnen die Karnevalisten fest damit, dass es Straßenkarneval geben werde, sagte Gerhard Baller vom Komitee Braunschweiger Karneval. „Wir sind in einem permanenten Austausch mit der Stadt Braunschweig als Genehmigungsbehörde und dem Sozialministerium.“

Am 11.11., dem Eröffnungstag der Karnevalssession, soll die Prinzenproklamation im Braunschweiger Altstadtrathaus unter der 2G-Regel stattfinden. Daran sollen etwa 200 Menschen teilnehmen - teils geschminkt. Auf dem Kohlmarkt solle der Karnevalsauftakt mit dem traditionellen Biwak gefeiert werden. „Da werden wir wahrscheinlich 3G haben“, sagte Baller. Zugelassen wären also Genesene, Geimpfte und Getestete.

Auch der Schoduvel-Umzug durch die Innenstadt im Februar werde wahrscheinlich unter 3G-Regeln veranstaltet werden. Geplant seien stichprobenartige Kontrollen entlang des Umzugsweges. „Wir werden dafür eigens Kontrollpersonal einstellen müssen.“ Auch für die Teilnehmer des Umzuges gelte wahrscheinlich 3G. Das müsse mit der Stadt aber noch ausgehandelt werden.

Sie können nicht erst im Januar mit der Planung anfangen

Gerhard Baller, Komitee Braunschweiger Karneval

Andererseits wisse derzeit noch niemand, wie die Lage im nächsten Winter sein werde, sagte Gerhard Baller. „Das ist wie mit der Stange im Nebel.“ Die Entscheidung für den Umzug sei schon im Sommer gefallen: „Sie können nicht erst im Januar mit der Planung anfangen.“

Auch in Osnabrück stellen sich die Karnevalisten auf die neue Session ein, sagte die Veranstaltungs-Sprecherin Karin Haufs. Am 11.11. werde in einer internen Veranstaltung das neue Stadtprinzenpaar gekürt. Für diese Veranstaltung gelten die 2G-Regeln. Zum Traditions-Umzug Ossensamstag sollen mit der Stadt demnächst erste Gespräche geführt werden. (Mit Material der dpa) *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa/Archivbild

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