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Trotz hoher Inzidenz: Dänemark lockert alle Corona-Regeln ab Oktober

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In Dänemark steigt die Inzidenz weiterhin an. Trotzdem lockert das Land bereits einige Maßnahmen – um im Oktober dann alle Corona-Regeln aufzuheben.

Kopenhagen – Die Inzidenz in Dänemark steigt. Erst kürzlich wurde die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem Mai 2021 vermeldet. Wer während der Corona-Pandemie eine Reise ins Nachbarland unternehmen will, muss zwar einige Dinge beachten und wissen, hat‘s aber insgesamt leicht. Weil es die Dänen mit den Einschränkungen während der Coronavirus-Pandemie recht locker nehmen.

Und daran hält das Land der Trink-Europameister trotz hoch schießender Inzidenzen auch fest: Dänemark kippt alle Corona-Regeln!

Land in Europa:Dänemark
Hauptstadt:Kopenhagen
Fläche:42.921 km²
Einwohner:5.840.045 (Stand: 1. Januar 2021)

Inzidenz in Dänemark bleibt konstant über der 100er-Marke

Ein Schritt, der im Angesicht der Inzidenz in Dänemark vielleicht verfrüht erscheint, da der Wert seit dem 31. Juli sich konstant über der 100er Marke bewegt. Nach aktuellen Zahlen vom 9. August liegt die dänische Sieben-Tage-Inzidenz bei 106 und befindet sich damit unter dem Wert vom Vortag (107,2).

Insgesamt vermeldet das Nachbarland 954 Neuinfektionen mit Sars-Cov-2 und beklagt keine Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Dänemark-Inzidenz: Parlament beschließt Abschaffung der Corona-Regeln – schon jetzt geht‘s schrittweise los

Während in Deutschland die Maskenpflicht bis zum Frühjahr 2022 Bestand haben soll, hat Dänemark die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit längst abgeschafft. Auch in geschlossenen Räumen. Es war die erste Entscheidung im Zuge einer schrittweisen Öffnung und Lockerungen*. Nur Passagiere im öffentlichen Nahverkehr müssen in Dänemark noch eine Maske tragen.

Eine Bestimmung, die allerdings bereits am 1. September 2021 wegfallen wird. Einen Monat danach treiben es die Dänen dann mit den Lockerungen so auf die Spitze, wie sie ihre Inzidenzzahlen in die Höhe getrieben haben.

Eine Einkaufsstraße in Kopenhagen. An ein Schild ist eine Nase-Mund-Maske montiert.
Weg mit der Maske: In Dänemark gibt es schon jetzt Lockerungen – ab dem 1. Oktober 2021 gilt keine einzige Corona-Regel mehr im Land. (24hamburg.de/keiszeitung.de-Montage) © Dean Pictures/Hanno Bode/imago

Denn wie die Lübecker Nachrichten berichten, sind die Bewohnerinnen und und Bewohner in Dänemark ab dem 1. Oktober freier als frei. So als wenn es das Coronavirus gar nicht geben würde. Das Parlament in Kopenhagen hat beschlossen, dass es ab diesem Zeitpunkt keine einzige Corona-Beschränkung mehr geben soll – mit einer breiten Mehrheit der Parteien.

Inzidenzwert in Dänemark steigt – und trotzdem wird auch der Corona-Pass schon wieder aufgeweicht

Im Einzelnen heißt das: Für die Bürgerinnen und Bürger in Dänemark gilt dann neben dem Wegfall der Maskenpflicht, dass sie auch keinen Nachweis einer Impfung gegen Covid-19 mehr brauchen. Auch eine Genesung von einer Infektion mit dem Coronavirus muss dann – anders als in Deutschland – nicht mehr nachgewiesen werden. Selbst die Vorlage eines negativen Tests entfällt dann in Dänemark, wo sich jüngst 78 Kinder aus Hamburg in einem Ferienlager mit Corona infizierten*. Auch Kontaktbeschränkungen soll es ab dem 1. Oktober 2021 dann nicht mehr geben.

Ebenso gestrichen wird die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Freizeitangeboten oder aber Veranstaltungen. Aktuell wird noch die Vorlage eines sogenannten Corona-Passes bei einer Zahl von mehr als 500 Besuchern verlangt. Schon ab September 2021 ist dies nur noch bei Veranstaltungen mit mehr als 2000 Besuchern nötig. Ab dem 1. Oktober fällt auch diese Begrenzung weg.

Corona-Pamdemie in Dänemark: Die Inzidenzgrenzen solle erhöht werden

Zugleich, so berichtet es das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf die Lübecker Nachrichten, sollen dann die Inzidenzgrenzen in Dänemark erhöht werden. Geplant ist folgendes Modell: in Gemeinden von 300 auf 500 Infizierte innerhalb von sieben Tagen, in den Kreisen von 500 auf 1000. Vorausgesetzt, eine steigende Zahl mit Corona infizierten Patienten führt dort nicht zu einer Überlastung des Gesundheitswesens. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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