Cradle to Cradle

Natürlicher Kreislauf und eine Welt ohne Müll

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Gelbe Säcke stapeln sich neben entsprechenden Müllcontainern.

Lüneburg - Ressourcen werden immer wieder genutzt, was sonst so übrig bleibt sind Nährstoffe im ewigen Kreislauf der Natur - Müllberge gibt es nicht. Das ist die Idee hinter Cradle to Cradle. Auch der konsumierende Mensch ist so nützlich.

Eine Welt ohne Abfall und ein anderer Umgang mit Rohstoffen - das ist das Konzept von Cradle to Cradle, kurz CTC. Darum soll es am Samstag auf einer Konferenz in Lüneburg gehen. „Cradle to Cradle“ bedeutet „von der Wiege zur Wiege“. Das Konzept sieht Wirtschaftsabläufe ohne Müll vor. Wie in der Natur sollen die Materialien zu Nährstoffen abgebaut oder aber restlos wiederverwendet werden. Das können etwa kompostierbare Kleidungsstücke oder essbare Verpackungen, aber auch reine und damit vollständig recycelbare Kunststoffe oder Metalle sein.

Zum zweiten Cradle to Cradle-Kongress in der Leuphana Universität werden Vereins-Mitbegründer Michael Braungart, Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und Bärbel Dieckmann erwartet, Präsidentin der Welthungerhilfe. Auch Zukunftsforscher Matthias Horx und Bela B. von der Band „Die Ärzte“ sollen kommen. Der hinter dem Konzept stehende gemeinnützige Verein Cradle to Cradle will die Idee in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik verankern. Mittlerweile sind nach Angaben der Organisatoren bundesweit mehr als 300 Aktive in 23 Regionalgruppen dabei. Das Treffen in Lüneburg unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerium und Leuphana Universität soll einen breiten Austausch zum Thema ermöglichen.

„Wir müssen einfach intelligent leben wie die Ameisen, dann produzieren wir keinen Abfall mehr“, heißt es auf der Homepage von C2C-Mitbegründer Michael Braungart. Der Professor ist Gründer und Inhaber der EPEA Internationale Umweltforschung GmbH und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts e.V. (HUI). Er leitet den Cradle to Cradle-Lehrstuhl für Innovation und Qualität an der Rotterdam School of Management der Erasmus Universität (RSM) und ist Professor an der Leuphana Universität Lüneburg. „Die Natur entweder als Feind oder als Mutter zu sehen ist nicht sinnvoll“, so Braungart zu seinem Lehrangebot weiter. Vielmehr gelte es, sie als Lehrerin zu nutzen.

Beim C2C-Konzept geht es auch um ein anderes Bild des Menschen, der sich selbst beim Konsumieren nicht als Schädling, sondern als Nützling sehe. „Durch die Umsetzung von Cradle to Cradle ist es in unser Bewusstsein gedrungen, dass Bevölkerungswachstum kein Problem mehr ist“, ist die Zukunftsvorstellung Braungarts, der Chemie und Verfahrenstechnik studiert hat. „Für Menschen ist es wichtig, dass sie sich sicher fühlen und geschätzt werden, denn dann sind sie freundlich, großzügig und haben ein positives Menschenbild.“

dpa

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