Corona-Pandemie

Covid-19-Medikament Lagevrio: Spahn sichert Deutschland 80.000 Corona-Pillen

Der Schriftzug „Molnupiravir - Covid-19“ vor einer Corona-Pille, daneben montiert den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
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Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Deutschland 80.000 Dosen der Corona-Pillen Lagevrio, besser bekannt als Molnupiravir, im Kampf gegen die Pandemie gesichert. (kreiszeitung.de-Montage)

Deutschland hat 80.000 Dosen der Corona-Pillen Lagevrio mit dem Wirkstoff Molnupiravir bestellt. Dabei ist ein anderes Medikament wesentlich wirkungsvoller.

Berlin – Sind Corona-Pillen der Heilsbringer* in der Pandemie? Die Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) steht zwar noch aus, trotzdem hat das Bundesgesundheitsministerium 80.000 Dosen des Corona-Medikaments Lagevrio bei den US-Pharmaunternehmen Merck & Co. und Ridgeback geordert. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf den geschäftsführenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Wie es in dem Bericht heißt, soll Deutschland bereits im Dezember die ersten Dosen mit dem Wirkstoff Molnupiravir erhalten.

Hersteller:Merck & Co. und Ridgeback
Corona-Medikament:Lagevrio
Wirkstoff:Molnupiravir
Ursprüngliches Behandlungsgebiet:Influenza

Die Bestellung war aufgegeben worden, nachdem ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag die Notfallzulassung für das Medikament bestätigt hatte. Wie es in dem Bericht des Handelsblatts heißt, konnte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Bestellung „aufgrund der vorgelegten Daten eine nationale Erlaubnis aussprechen“, so Spahn.

Corona-Pillen mit Wirkstoff Molnupiravir: Regierungen weltweit decken sich mit Corona-Medikament ein

Damit könne das Produkt schon vor Zulassung zur Verfügung gestellt werden. Ziel sei es, neben Impfstoffen auch vielversprechende Medikamente gegen Covid-19 frühzeitig für Deutschland zu sichern.

Deutschland ist dabei nicht alleine. Die US-amerikanische Bundesregierung soll sich ebenfalls etliche Dosen des Medikaments gesichert haben. Die Rede ist von insgesamt 3,1 Millionen Dosen Lagevrio für rund 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,94 Milliarden Euro). Nach Japan gehen demnach 1,6 Millionen Dosen der Corona-Pillen, Großbritannien erhält 480.000, Australien 300.000 sowie Frankreich und Italien die jeweils 50.000 Einheiten bekommen sollen.

Doch, ist das Medikament wirklich so wirksam, wie die Regierungen sich erhoffen? Traut man den neuesten Zahlen der Pharmakonzerne Merck & Co. sowie Ridgeback, ist dem nämlich nicht wirklich so. Ursprünglich war der Wirkstoff Molnupiravir als Heilsbringer in der Corona-Pandemie beschrien worden, war es doch das erste Medikament, das in Form von Pillen gegen Corona helfen sollte. Doch inzwischen ist bekannt, dass das Mittel nur eine Wirkung von rund 30 Prozent haben soll.

Corona-Pillen von Pfizer: Mittel Paxlovid soll wesentlich besser wirken

Deutlich höher sind die Erwartungen an das Mittel Paxlovid von Pfizer*, das sich ebenfalls im Verfahren bei der FDA für eine Notfallzulassung* befindet. Wie es heißt, soll dieses Mittel schwere Krankheitsverläufe um annähernd 90 Prozent reduzieren. Dies geht laut Pfizer aus einer Zwischenauswertung einer größeren klinischen Studie hervor.

Wie es heißt, sollen die USA rund zehn Millionen Einheiten bei Pfizer für 5,3 Milliarden US-Dollar bestellt haben. Das Unternehmen befindet sich derzeit mit etlichen anderen Ländern in Verhandlungen über Großbestellungen. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei neben den USA um Australien und Großbritannien handeln. * kreiszeitung.de, 24vita.de, merkur.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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